Aktuelles

10. März 2010

Electric Rendez-Vous 2010

Das VMK wird auch dieses Jahr wieder Teil des Electric Rendez-Vous sein. Dies ist die kleine feine Fachtagung für Studierende der Medienkunst-Studiengänge der Schweiz, die jedes Jahr vom Plugin in Basel organisiert wird. Sie möchte Studierende sowie alle Interessierten zu einem Austausch zusammenbringen und die Vernetzung fördern.

Am 19. März treffen sich Studierende aus Basel, Genf, Bern, Luzern und Zürich zu einer Präsentation und Diskussion ihrer Arbeiten mit Dozierenden und MitarbeiterInnen der beteiligten Institutionen sowie dem Kuratorenteam des Plugins. Alle sind danach zu einem gemeinsamen Abendessen eingeladen, gefolgt von einer Abendveranstaltung mit Barbetrieb und Performances.

Alle Arbeiten sind danach für kurze Zeit im PlugIn als Ausstellung zu sehen.

Vom VMK nehmen teil:

Die Veranstaltung ist öffentlich und alle Interessierten sind herzlich eingeladen teilzunehmen.

Electric Rendez-Vous
19. März 2010
Ausstellung: 20./21. März 2010

Plugin, St. Alban-Rheinweg 64, Basel
www.iplugin.org/de/kalender/aktuelles-programm/detail/article/electric-rendez-vous-2010/

25. Februar 2010

Temporäre Präsenzen – Handy-Performance

Im Dock 18 wird spontan eine autonome Handy-Funkzelle aufgeschaltet. Diese ist nur temporär für einige Stunden erreichbar und verschwindet danach wieder. Über diese Basestation werden eigene Telefonnummern vergeben, die nur darüber erreichbar sind. Es werden verschiedene Leute, Studenten und andere Gäste geladen, die zu einem selbstgewählten Wissensgebiet Fragen vorbereiten haben zu denen sie in einem privaten Telefongespräch Auskunft geben.

Im Laufe der Performance läuten Telefone im Raum, Menschen sprechen miteinander, stellen sich Fragen, der Raum verdichtet sich zu einer Vielzahl von lokalen Gesprächen. Man kann teilweise mithören, mal ist es möglich einen Experten oder mal auch einem Fragenden zuzuhören. Manchmal geht die Verständlichkeit im Barbetrieb und den Hintergrundgeräuschen unter. Es lässt sich nicht eruieren, was es mit dieser Betriebsamkeit auf sich hat. Alle Gespräche werden mitgeschnitten, im Laufe der Performance werden Teile der Mittschnitte im Raum hörbar, mal verdoppeln sie sich, mal kurz mal länger springen Gesprächsmitschnitte in Raum, die Gespräche der Handy-Nutzer werden kurzfristig unterbrochen. Die Performance dauert ca. 45 min. und verschwindet ebenso wie sie begonnen hat.

Freitag, 26. Februar 2010, 29 Uhr
Dock 18 @ Rote Fabrik, Seestrasse 395, 8038 Zürich
Livestream

25. Februar 2010

my Black Cat in San Sebastián

Bei der Ausstellung “Silicon Dreams. Art, Science & Technology” in San Sebastián zeigen Knowbotic Research die Arbeit “my Black Cat”.

Silicon Dreams. Art, Science & Technology

9 February – 21 March 2010
From Tuesday to Sunday 11:00-14:00/17:00-20:00. Free entrance

Silicon Dreams: Art, Science and Technology in the European Union explores the convergence of these three fields from the perspective of a group of artists who, in collaboration with scientists, researchers and technologists, offer us their particular vision of the marriage of these realms of knowledge.

The exhibition, organised on the occasion of the Informal Meeting of EU Ministers for Competitiveness under the auspices of the Spanish presidency of the Council of the European Union during the first six months of 2010, will take place at Tabakalera in Donostia-San Sebastián from 9 February to 21 March 2010.

Silicon Dreams showcases the work of the following artists: Boris Debackere, Christa Sommerer & Laurent Mignonneau, Etoy, Evelina Domnitch & Dmitry Gelfand, José Manuel Berenguer, Knowbotic Research, Marcel.lí Antúnez, Sachiko Kodama and Usman Haque.

www.suenosdesilicio.es
www.krcf.org

Quelle: www.tabakalera.eu

29. Januar 2010

huwwara _ anybody, looking

huwwara _ anybody, looking

Preview of the project: huwwara _ anybody, looking

Opening Friday January 29th, 18.00 – 20.00
Official opening by Andreas Broeckmann 19.00 hrs

With pleasure we announce the preview of the project “huwwara _ anybody, looking” by the artists collective Knowbotic Research. It’s a project they have realized with the help of the Artists in Residence Program at NIMk. The installation “huwwara _ anybody, looking” is being exhibited at NIMk firstly as a preview and will afterwards be shown amongst other places at FACT, Liverpool and the Edith-Russ-Site for Media Art, Oldenburg.

a participative dis/play

A female voice recounts the TV-report about an interrupted and failed suicide attack by a Palestinian boy on an Israeli checkpoint. Or is the voice narrating a dream about the hybridisation of the suicide bomber with a military robot and its surrounding security architecture, merging both and turning them into an undecodable, computer-animated being?

“huwwara _ anybody, looking” is an installation consisting of different sets, media and viewing formats (an audio piece, a single-screen computer animation, a double-screen interactive video). The installation is based on the re-enactment of video footage, archived on Youtube, of a report from Israeli TV Channel 2. The installation enables the observer, placed in a “third position”, a vexing immersion into his/her ways of looking at, and perceiving of, extremely overcoded protagonists such as suicide bombers and high-tech military actors. Interjected is a doubled, apparently inconspicuous view of the neutral silhouette of a Palestinian city at night. The display of the restaged TV scene provides access to a “narrative of strangeness”, an opaque extension to the existing demonizing imagery applied from both sides of the political antagonism in the Middle East, as well as a displacement of super-hero figurations from adolescent role model techniques.

The collective Knowbotic Research consists of the artists Yvonne Wilhelm (*1962), Christian Huebler (*1962), and Alexander Tuchacek (*1962), who are based in Zurich/Switzerland. The group experiments with urbanity, the construction of knowledge and political representations in public spheres. http://krcf.org

Opening hours Saturday January 30th and Sunday January 31st from 13.00 – 18.00 hrs, free entrance

Quelle: NIMk

15. Januar 2010

BEAM ME UP

Ausstellung des Projekts BEAM ME UP im [plug.in] Basel mit Knowbotic Research (VMK-Dozenten) und Marc Lee (VMK-Absolvent)

Vernissage: Donnerstag 14.1.2010 um 18.00 Uhr
Ausstellung: 15.01.2010 bis 14.03.2010

Beam me up ist ein Projekt zum digitalen Welt-Raum und zu den wissenschaftlichen und künstlerischen Verkehrsmitteln, mit denen wir ihn erkunden. Die Architekten Morger + Dettli entwickeln für BEAM ME UP in den Räumen von [plug.in] einen architektonischen Eingriff.

Kunst- und Filmbeiträge zu BEAM ME UP

Alec Finlay, Byker/Newcastle; Hoio / Samuel Herzog, Zürich; Esther Hunziker, Basel; Jieming Hu, Shanghai; Knowbotic Research, Zürich; Zhenhua Li, Beijing; Agnes Meyer-Brandis, Köln; Jamie O’Shea, New York; Tania Ruiz Gutierrez, Paris; Keiichiro Shibuya, Tokyo; Alan Sondheim, New York; Monica Studer / Christoph van den Berg, Basel; Genxiong Tan, Shanghai; Joe Winter, New York; Carlo Zanni, Mailand; Marc Lee, Zürich.

Essays von

Guillaume Bélanger, Madrid; Martin Brauen, New York; Regine Buschauer, Zürich; Sarah Cook, Newcastle; Johanna Dombois, Köln; Joyanne English, Winnipeg; Stephan Günzel, Berlin; Stefan Riekeles, Berlin; Nils Roeller, Zürich; Richard Schindler, Freiburg/Breisgau; Reinhard Storz, Basel; Christina Vagt, Berlin.

Projekt-Kurator BEAM ME UP: Reinhard Storz, Xcult.org
Konzeptuelle Mitarbeit: Studer / van den Berg
Interface und Datenbank: Klaus Affolter, Basel
Kuratorische Mitarbeit: Sarah Cook, Newcastle; Stefan Riekeles, Berlin; Annette Schindler, Basel; Lansheng Zhang, Shanghai, Chandrika Grover, New Delhi.
Konzept und Realisation der Ausstellung: Reinhard Storz, Annette Schindler, Irene Grillo

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung
22. Januar 2010, 18-02 Uhr Museumsnacht:

Präsentationen mit Reinhard Storz, HOIO/Samuel Herzog und Monica Studer / Christoph van den Berg

18. Februar 2010, 18 Uhr
Künstlergespräch mit Knowbotic Research, Zürich: MacGhillie, just a void

4. März 2010, 18 Uhr
Vortrag von Christine Vagt, Berlin: Im Stadion – Heideggers Medien der Topologie

[plug.in], St. Alban-Rheinweg 64, 4052 Basel
Öffnungszeiten: Mi-So 13.00-17.00 Uhr

www.iplugin.org

14. Januar 2010

Buchveröffentlichung: Deep Search

Soeben erschienen ist Sammelband “Deep Search. Politik des Suchens jenseits von Google” – herausgegeben von Konrad Becker und Felix Stalder (VMK-Leitung)

Aus der Einleitung

Es ist heute kaum mehr möglich, Suchmaschinen zu vermeiden. Sie sind zu unverzichtbaren Navigationsinstrumenten für die dynamische und expandierende Informationslandschaft des Internet geworden. Da das Internet weder über einen eigenen Index noch ein Katalogisierungssystem verfügt, erfüllen Suchmaschinen eine zentrale Aufgabe: digitale Information zugänglich und damit nutzbar zu machen. Es ist schwer, sich den Alltag in den Informationsgesellschaften ohne sie vorzustellen. Dieses Buch platziert Suchmaschinen am Ende einer langen Geschichte von Versuchen, Ordnung in den stets fragilen Informationsuniversen zu schaffen. Es beschäftigt sich mit zentralen sozialen und politischen Fragen, die von den Suchmaschinen der Gegenwart aufgeworfen werden, und es stellt Sichtweisen vor, die mit den von diesen Suchmaschinen etablierten Paradigmen brechen.

Bewertungen

“Suchmaschinen wie Google stehen im Zentrum unseres digitalen Lebens. Hinter ihrem einfachen Interface verbirgt sich jedoch eine politische Philosophie in Form von komplexen digitalen Codes. Auf dem Spiel steht nichts weniger als die Frage, wie wir individuell und kollektiv etwas über die Welt in Erfahrung bringen werden. „Deep Search ist die bisher weitreichendste Sammlung von Erkenntnissen und Fragen zum neuen Universalgerät, der Suchmaschine. Das Wissen über Netzwerke und die Mittel, sie zu strukturieren, haben ihren Ursprung in der Politik, der Kultur und der Gestaltung des Lebens selbst, nicht darin, was gerade technisch oder rechtlich möglich ist. Dieses Buch verlangt danach, benutzt zu werden.”

Matthew Fuller, Goldsmiths, University of London, Autor von Media Ecologies

“Diese Sammlung trifft den Kern der wichtigsten Herausforderungen in unserem globalen Informations-Ökosystem: Wird die ’sanfte Macht’ von ein, zwei oder drei Unternehmen einen übergroßen, jedoch verborgenen Einfluss darauf haben, was wir als wichtig, schön oder wahr betrachten? Welche Möglichkeiten des Widerstandes gibt es? Welches sind die richtigen Perspektiven für Gesetzgebung, Politik und persönliche Entscheidungen? Dieses Buch führt uns durch diese schwierigen Fragen wie kein anderes vor ihm.”

Siva Vaidhyanathan, University of Virginia, Autor von The Googlization of Everything

Inhaltsverzeichnis

Konrad Becker, Felix Stalder – Einleitung

Geschichte

  • Paul Duguid – Die Suche vor grep. Eine Entwicklung von Geschlossenheit zu Offenheit?
  • Robert Darnton – Die Bibliothek im Informationszeitalter. 6000 Jahre Schrift
  • Geert Lovink – Die Gesellschaft der Suche. Fragen oder Googeln
  • Katja Mayer – Zur Soziometrik der Suchmaschinen. Ein historischer Überblick der Methodik

Grundrechte

  • Claire Lobet-Maris – Vom Vertrauen zur Spurenauswertung. Eine neue Sicht der Technikfolgenabschätzung
  • Joris van Hoboken – Suchmaschinen-Gesetzgebung und die Frage der Ausdrucksfreiheit. Eine europäische Perspektive
  • Felix Stalder, Christine Mayer – Der zweite Index. Suchmaschinen, Personalisierung und Überwachung

Macht

  • Theo Röhle – Die Demontage der Gatekeeper. Relationale Perspektiven zur Macht der Suchmaschinen
  • Bernhard Rieder – Demokratisierung der Suche? Von der Kritik zum gesellschaftlich orientierten Design
  • Matteo Pasquinelli – Googles PageRank. Diagramm des kognitiven Kapitalismus und Rentier des gemeinsamen Wissens
  • Konrad Becker – Die Macht der Klassifizierung.Abgründe des Wissens an den Klippen der Ordnung

Sichtbarkeit

  • Richard Rogers – Zur Frage der Vergoogelung. Hin zu einer unkritisierbaren Maschine?
  • Metahaven – Periphere Kräfte. Zur Relevanz von Marginalität in Netzwerken
  • Lev Manovich – Auf den Spuren der globalen digitalen Kulturen. Kulturanalytik für Anfänger

Konrad Becker/Felix Stalder (Hrsg.) Deep Search. Politik des Suchens jenseits von Google. Studienverlag, Innsbruck, Wien, Bozen, Okt. 2009, 214 S., ISBN 978-3706547949

www.studienverlag.at

12. Januar 2010

/tmp/ – Vertiefung Mediale Künste

Martina Fritschy, haiku!

/tmp/ – Vertiefung Mediale Künste

Die Ausstellung /tmp/ versammelt Werke von Studierenden aus verschiedenen Semestern der Vertiefung Mediale Künste. Während drei Tagen wird damit eine ungenutzte Gewerbefläche in Altstetten durch Performances, Installationen und Videos künstlerisch eingenommen. Dabei befragen die verschiedenen Beiträge in unterschiedlicher Angehensweise und künstlerischer Umsetzung unter anderem die Verlässlichkeit von Informationsquellen und verschiedene mediale Übersetzungsmöglichkeiten.

Analog zu einem Computerbetriebssystem, bei welchem die Bezeichnung /tmp/ für ein temporäres Verzeichnis steht, erlaubt die Zwischennutzung eine vorübergehende räumliche Manifestation der künstlerischen Arbeiten bevor der Raum wieder seinem angestammten Zweck zugeführt wird.

Ausstellung “Vertiefung Mediale Künste” – ZHdK

Rautistrasse 77, 8048 Zürich (Tram 3 bis Siemens)

Eröffnung, Freitag, 15. Januar 2010, ab 18h

Öffnungszeiten:

Samstag 16.1.10 – Sonntag, 17.1.10, jeweils von 14-18h

Experimentalfilm + Performance + Linsensuppe:

Sonntag, 17.1.10 ab 16h

Mit Installationen, Performances und Videos von

Andrea Palamarcukova, Dionys Dammann, Stemmle Joris, Lucia Benson, Martina Fritschy, Oliver Brägger, Orlando Bloom, Oscar de Franco, Patrick Kull, Phillip Zuber, Rafael Adame, Sarah Christen, Tamara Widmer, Tobias Wirz, Yves Marx, Zoe Haene

Kuratiert und Moderiert von Andrea Thal & Domagoj Smoljo

06. Januar 2010

Magnetische Erfahrungen – Kunst begegnet Naturwissenschaft

Ausstellung im Katalogsaal der Zentralbibliothek Zürich vom 13. Januar bis 16. Juni 2010
Kuratiert von Prof. Dr. Nils Röller

Magnetische Erfahrungen

Ein Hirte namens Magnes soll die magnetische Anziehungskraft entdeckt haben, als er sich in Schuhen mit Eisennägeln und seinem eisenbeschlagenen Stock plötzlich nicht mehr von der Stelle rühren konnte. Von ihm, so berichtet Plinius, hat der Magnet seinen Namen erhalten. “Magnetismus” ist zunächst die Beschäftigung mit einem Stein, der besondere Eigenschaften besitzt, die sich auf Nadeln aus Eisen und Stahl übertragen lassen. Sie führt allmählich zu Vorstellungen einer magnetischen Kraft. Damit rücken Neigung und Abweichung als Begriffe bei Naturforschern wie bei Künstlern und Dichtern ins Zentrum des Interesses. Die Ausstellung dokumentiert Etappen der Erforschung der physikalischen Kraft. Sie erzählt Magnes’ Geschichte in Gedichten und zeigt in Text und Bild, wie sich das Wissen über den Magnetismus geformt hat. Vier Zürcher Künstlerinnen und Künstler der Gegenwart setzen sich in eigens für die Ausstellung entwickelten Werken mit den historischen Bilddokumenten auseinander.

Die Ausstellung beginnt mit Renaissancedrucken antiker Texte, die den Magnetstein mit einer Muse vergleichen, welche Dichter begeistert. Seit der Erforschung des Magnetismus in der frühen Neuzeit vermehren sich auch die Instrumente der Forscher und ihre Darstellungsmittel. Drucke von William Gilbert und Athanasius Kircher zeigen, dass mit der Verfeinerung der Kompassnadeln eine Vielzahl magnetischer Theorien und ihrer Illustrationen einsetzt. René Descartes nimmt sie auf, dessen Wirbeltheorie, wonach Partikel im Kosmos Planeten wie die Erde durchströmen, das 18. Jahrhundert beschäftigt. Diese Theorie wird von Emanuel Swedenborg experimentell geprüft und zeigt, wie durchlässig die Grenze zwischen naturwissenschaftlicher Erforschung nicht wahrnehmbarer Kräfte und Okkultismus sein kann. So war der Schritt zum “Mesmerismus” klein, der an künstliche Magnete, magnetische Wannen und kosmische Ströme zur Heilung glaubt. Neben der Medizin und der Wissenschaft setzen sich wiederum Dichter mit dem Thema auseinander: Jonathan Swift erfindet eine magnetische Insel, Jean Paul denkt über einen Planeten im Erdinnern nach.

Die Ausstellung dokumentiert, dass der Magnetismus auch eine visuelle Geschichte besitzt. Sie setzt mit dem Brief des Petrus Peregrinus ein, führt über Diagramme und frühe Darstellungen phantasievoller Maschinen bis in die Gegenwartskunst. In den Vitrinen und online kann der Besucher verfolgen, wie sich Judith Albert, Ian Anüll, Barbara Ellmerer und Yves Netzhammer anhand einzelner Dokumente mit Darstellungen magnetischer Kräfte beschäftigen. Unterstützt wird die künstlerische Produktion durch das Institut für Gegenwartskünste der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK).

Rahmenprogramm

13. Januar: Eröffnung und Begrüssung, Prof. Dr. Susanna Bliggenstorfer und Prof. Dr. Nils Röller, Kurator

17. Februar, 18.15 Uhr: Prof. Dr. Peter Bexte, “Magnetische Experimente in Bildern”

Peter Bexte forscht zur Geschichte der Naturwissenschaft. Sein Fokus ist die Funktion von Bildern bei der Theoriebildung. Ausgangspunkt seines Vortrags ist ein für die Ausstellung zentrales Dokument, und zwar William Gilberts Buch über den Magneten (London, 1600). Es setzte Standards in der Verwendung von Abbildungen. Die Frage stellt sich, ob und wie die Bilder die Experimente Gilberts gelenkt haben.

Dr. Peter Bexte ist Professor für Ästhetik an der Kunsthochschule für Medien Köln. Zum Thema veröffentlichte er u.a.: “Magnetische Diagramme: Gilberts Einübung ins indirekte Sehen”. In: Wimböck, Gabriele; Leonhard, Karin; Friedrich, Markus (Hg.): Evidentia – Reichweiten visueller Wahrnehmung in der Frühen Neuzeit. Münster: LIT Verlag, 2007

17. März: Prof. Dr. Siegfried Zielinski, Universität der Künste, Berlin, “Theologie des Magnetis-mus und der Elektrizität von der frühen Neuzeit bis zur Aufklärung”

14. April: Olaf Raederer, Koblach, “Der Mesmerimus: System der Wechselwirkungen – Ideen-geschichtliche Betrachtungen”

16. Juni: Diskussionsveranstaltung. Thema, Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden separat bekannt gegeben

Die Veranstaltungen finden bei freiem Eintritt jeweils um 18.15 Uhr im Vortragssaal der
Zentralbibliothek statt. Weitere Angaben unter www.zb.uzh.ch.

31. Dezember 2009

Piratenräume

Zürich

Piratenräume – Parcours und Release der Publikation

Entlang der Linie 4 und entlang der Limmatstrasse in Schaufenstern, Bibliotheken, Kneipen, Kinos … sind sie zu sehen, die 16 Arbeiten aus dem Projekt Piratenräume. Der gemeinsame Parcours beginnt am 5. Januar 2010 um 15 Uhr im Foyer der Vertiefung Mediale Künste, Sihlquai 131, und endet gegen 19 Uhr im Hotel Krone, Limmatquai 88.

Als Wegweiser zu den Arbeiten dient eine Publikation. Sie ist im VMK erhältlich. Beteiligt an Publikation und Parcours sind:

  • Lucy Benson
  • YuYu Chen
  • Gabriela Daedelow
  • Christof Gähwiler
  • Zoe Häne
  • Bianca Hildenbrand
  • Sophie Jung
  • Alexandra Ketsch
  • Yasmin Kiss
  • Natalie Mahdavi
  • Tyler Mangold
  • Pascal Marchev
  • Yves Marx
  • Thomas Meier
  • Ines Wuttke
  • Phillip Zuber

Piratenräume: Hauptstudiumsprojekt Herbst 2009
VMK Vertiefung Mediale Künste BA Medien & Kunst DKM ZHdK
Dozierende: Rosa Barba und Nils Röller

Alle Orte als Google Map: http://bit.ly/8iydZf

10. Dezember 2009

Unruhe in der edu-factory

edu-factory

Translokale Proteste, Besetzungen und Streiks an den Universitäten und Kunsthochschulen

Eine Veranstaltung der Vertiefungen Mediale Künste und Theorie der ZHdK (Department Kunst und Medien)

Mittwoch, 16. Dezember, 18 – 21 Uhr
Galerie – Vertiefung Fotografie
Sihlquai 125, 8005 Zürich
2. Stock, Raum 201

“Was einst die Fabrik war, ist nun die Universität”. Der höchst facettenreiche Slogan des transnationalen Netzwerks edu-factory lässt einige Aspekte der Transformationen heutiger Wissensproduktion anklingen:

Aspekte, die das Fabrik-Werden der Bildungseinrichtungen ebenso betreffen wie die Möglichkeiten des Widerstands.

“Unruhe in der edu-factory” soll vor allem eine transnationale und translokale Perspektive auf die aktuellen Proteste in den Hochschulen werfen, von der onda anomala in Italien über die Streiks in Frankreich und den deutschen Bildungsstreik bis zu den andauernden Protesten in Kalifornien, unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Besetzungen der Akademie der bildenden Künste in Wien und dem spezifischen Potential der Kunsthochschulen.

  • Anna Curcio, Roma, edu-factory
  • Petja Dimitrova, Wien, Akademie der Bildenden Künste
  • Liz Mason-Deese, Chapel Hill NC, edu-factory
  • Gigi Roggero, Bologna, edu-factory
  • Sophie Schasiepen, Wien, Akademie der Bildenden Künste

Moderation: Gerald Raunig, Klaus Schönberger, Felix Stalder

www.edu-factory.org
www.malen-nach-zahlen.at
eipcp.net/transversal/0809