Aktuelles

07. April 2014

Stromereien: temporaere praesenzen

performative Installation von VMK-Dozent Alexander Tuchacek
10. April 2014, ab 19 Uhr
ion+, Badenerstrasse 565, Zürich

temporaere praesenzen” ist ein dialogisch angelegtes Format, innerhalb dessen Besucher_innen mit eingeladenen Gästen über einer temporär installierten Funktelefonzelle im Rahmen des Festivals an diesem Abend ins Gespräch kommen oder solchen Gesprächen gemischt mit Live-Sounds und Umgebungsgeräuschen zuhören können.

“Was sind wir bereit zu teilen?“ nimmt sich das Teilen als einen aktiven Prozess vor, indem Begriffe von öffentlich und privat auf ihren verhandelbaren Zwischenraum neu befragt werden. Schon die ganze Bandbreite der Wortkombinationen um das Teilen wie z.B. Aus-, Ver-, Mit- Ein-(Teilen), oder be-teiligen stecken dieses Feld der sozialen und politischen Auseinandersezung ab. Die Frage im Zentrum des Projektes ist, wie können Formen von Teilhabe geschrieben, und durch welche Scripts und/oder Codes kann diese befördert werden? Gerade im Lichte der jüngsten NSA-Enthüllungen stellt sich das Teilen als etwas Ambivalentes dar. Soziale Netzwerke haben Möglichkeiten demokratischer Mitsprache und Öffentlichkeit geschaffen und haben gleichzeitig die grösste Überwachung möglich gemacht, die es je in der Geschichte der Menschen gab. Teilen verweist auf diesen Zusammenhang, das Privates auch durch Öffentlichkeit erzeugt werden muss.

 An dem Abend können Besucher_innen mit einer Reihe von vor Ort anwesenden Gesprächspartner_innen über die von ihnen vorbereiteten Fragekarten ins Gespräch treten. Fragekarten und anwesende Gesprächspartner_innen: Caro Cerbaro, Christoph Kriese, Felix Stalder,  Kaspar König, Sabine Gebhardt Fink, Tim Zulauf, Ursula Knecht und weitere Teilnehmer_innen.

Alexander Tuchaček ist Mitbegründer der Medienkunstgruppe Knowbotic Research.

 

www.tuchacek.net
Mit herzlichem Dank an: Anke Hoffmann, Yvonne Wilhelm, Caro Cerbaro, Christoph Kriese, Kaspar König, Felix Stalder, Sabine Gebhardt Fink, Tim Zulauf und Ursula Knecht.

07. April 2014

FM-Scenario: Armchair – Attention – Life Signal

Ausstellung von VMK-Dozent Eran Schaerf
Eröffnung 9. April 2014
Les Complices*, Zürich
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Das intermediale Projekt nutzt das Internet als Produktionsort, um Inhalte für weitere Medien wie Radiosendung, Ausstellung und Publikation zu generieren. Eine von der Nutzerin Bastian_996 im Online-Studio von FM-Scenario auf www.fm-scenario.net erstellte Audio-Montage dient Eran Schaerf als Skript für die Ausstellung bei Les Complices*. Die Ausstellung besteht aus einem Konferenz-Setting, das zur Produktion der Ausstellung vor und während der Eröffnung genutzt wird. Darin führen vier Performer_innen wiederholt drei Handlungen aus. Das Ziel dieser Handlungen ist es, per Zufall und in unterschiedlichen Rhythmen ein Zeichen – Name, Begriff, Zahl, Objekt – ins Spiel zu bringen. Werden zwei gleiche Zeichen synchron ins Spiel gebracht beginnt das Spiel erneut.

Aufführung und Bildproduktion entstehen in Zusammenarbeit mit Kerstin Honeit, Karolin Meunier, Stefan Pente, Kerstin Schroedinger, Andrea Thal und William Wheeler.

07. April 2014

Leben? oder Theater? Vortrag von Madeleine Bernstorff – 9. April 2014, 15 Uhr

Seltsame Schleifen
Als Seltsame Schleife / strange loop wird ein besonderer Fall von Selbstbezüglichkeit bezeichnet, bei dem der Gegenstand, der den Ausgangspunkt bildet, affiziert oder sogar beschädigt wird. Filmischen Ich-Konstruktionen und auto-ethnografischen Strategien, die immer auch Fragen von Erinnerung, Alterität, Selbstverwertung und corpo-reality berühren, wohnen gleichzeitig Wagnis und Anmassung inne. Und sie stellen die Frage, unter welchen Umständen (und Abbildungsverhältnissen) ein Subjekt überhaupt Subjekt sein kann und will. (MB)

Madeleine Bernstorff ist Filmemacherin, Autorin und Filmkuratorin.

24. März 2014

Leben? oder Theater? – Vortrag von Eva Meyer, 26. März, 15 Uhr

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Es war zweimal. Charlotte Salomons „Leben? Oder Theater?“

Es war zweimal. Nicht nur das, was war, sondern auch seine Möglichkeit. War es Leben? War es Theater? Ist es Erinnerung oder Wiederaufführung, die seine Möglichkeit zurückerhält? Wer sich wie Charlotte Salomon mit diesen Fragen ins Zentrum seiner Autobiographie stellt, hat dieses Zentrum schon verspielt. „Leben? Oder Theater“ ist eine verdeckte Autobiographie. Statt ihre Vergangenheit zu suchen, dramatisiert Salomon ihre verschiedenen Gesichtspunkte und begründet in diesem Szenario eine künstlerische Praxis.

Leben? oder Theater?
ist eine künstlerische Arbeit von Charlotte Salomon, die sich darin ihrer eigene Geschichte als Inszenierte in Form von Zeichnungen und Text stellt. Die Vortragsreihe diskutiert aus unterschiedlichen Perspektiven das Verhältnis von Inszenierung, Autobiografie und dem Leben als Performtes.

05. März 2014  Tanja Baudoin
12. März 2014  Jimmy Robert
26. März 2014  Eva Meyer
09. April 2014  Madeleine Bernstorff
23. April 2014  Irene Revell

jeweils 15 Uhr, Vertiefung Mediale Künste, Sihlquai 131, Zürich

organisiert von Kerstin Schrödinger und Romy Rüegger

11. März 2014

Leben? oder Theater? 12.3. Vortrag von Jimmy Robert

Jimmy Robert ist Performancekünstler – unter anderem. Er arbeitet mit Objekten, Raum und Bildern. Seine Arbeit befasst sich mit Performances und den  Grenzen von Performance: Begrenzungen, die in den Arbeiten an sich entstehen, mit den Körpern, die sich darin bewegen, durch Identitäten und anhand der Formate die er kreuzt, in Arbeiten auf die er verweist und die er in seine Arrangements mit hineinnimmt sind etwa Videoarbeiten von Carolee Schneemann und einen Text und Film von Marguerite Duras. Indem er sich von Bewegung zu Zeichnung, von Film zu Skulptur bewegt, befragen seine Arbeiten auch die Leerstellen und Überschneidungen von und zwischen Bild und Sprache.

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Jimmy Robert, performance still from Draw the line, The Power plant Toronto 2013

05. März 2014

Leben oder Theater? 5.3. Vortrag von Tanja Baudoin

Leben? oder Theater?

Vortragsreihe

Leben? oder Theater? ist eine künstlerische Arbeit von Charlotte Salomon, die sich darin ihrer eigene Geschichte als Inszenierte in Form von Zeichnungen und Text stellt. Die Vortragsreihe diskutiert aus unterschiedlichen Perspektiven das Verhältnis von Inszenierung, Autobiografie und dem Leben als Performtes.

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5.3.  Tanja Baudoin (Kuratorin, Amsterdam)

12.3.  Jimmy Robert (Künstler, Berlin)

26.3. Eva Meyer (Philosophin, Berlin)

9.4. Madeleine Bernstorff (Filmkuratorin, Berlin)

23.4. Irene Revell (Kuratorin, London)

organisiert von Kerstin Schroedinger und Romy Rüegger

ZHdK, Vertiefung Mediale Künste
Sihlquai 131, 8005 Zürich
jeweils 15 Uhr

29. Januar 2014

Rainbow’s Gravity

a film by Mareike Bernien and Kerstin Schrödinger

at the 64th Berlinale

8th of February, 3pm at Kino Arsenal 1, Berlin

further more there will be five screenings in the Videolounge at Berlinische Galerie
7th, 9.th, 11.th, 13.th and 15.th of February
all at 1pm

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Rainbow’s Gravity is a cinematic study on the Agfa-Color-Neu colour film stock made in Nazi Germany. Along its three layers of emulsion, the film digs deep into the escapist colourised landscape of this time and asks for the material requirements, retentions and ideological continuities of the Agfacolor palette.
The film sequences, projected in the former production line, dismantle not only themselves, but also our view accustomed to historicise. Those scenes aim to visualise what the colour does not show. The film tries to realise, not only how it had been – in the darkrooms of the Agfa film factory – but also how it can be possible at all to face this reality today within film, in images and movements without a final or even conciliatory view of the past.

Rainbows Gravity ist eine filmische Untersuchung über den im nationalsozialistischen Deutschland hergestellten Agfa-Color-Neu-Film. Entlang seiner drei Farbemulsionsschichten gräbt sich der Blick dieses Filmes tief in die eskapistische Farbbildlandschaft dieser Zeit und fragt nach den materiellen Vorraussetzungen, ideologischen Einlagerungen und Kontinuitäten der Agfa-Farbpalette.
Die in den ehemaligen Produktionsstätten projizierten Bilder zerlegen dabei nicht nur sich selbst, sondern auch das an Historisierung gewöhnte Auge und versuchen das sichtbar zu machen, was die Farbe nicht zeigt. Dabei versucht der Film nicht nur zu ertasten, wie es gewesen ist, – in den Dunkelkammern  der Agfawerke – sondern wie es überhaupt möglich sein kann, sich dieser Realität heute filmisch, bildlich, performativ zu vergewissern ohne einen abschließenden oder gar versöhnlichen Blick auf die Vergangenheit zu werfen.

Written, directed, edited and produced by Mareike Bernien and Kerstin Schroedinger
Performers: Berit Ehmke, Hanna Bergfors, Mayan Printz, Michał Głazik, Tanja Kämper
Director of photography: Smina Bluth
Light: Wassan Ali
Set Design and Costume: Wibke Tiarks
Sound Recording: Birte Gerstenkorn
Sound Assistant: Olivia Oyama
Soundtrack: Wibke Tiarks
Catering: Mitch Andrade
Mastering: Miles Whittaker
Colour Correction: Sebastian Bodirsky

06. Januar 2014

Platons Airbus

Dienstag, den 7. Januar, mit einem Bonus Track von

Carmen Mörsch, Leiterin Institute for Art Education an der Zürcher Hochschule der Künste;
zuletzt veröffentlichte Carmen Mörsch: Kunstvermittlung in Transformation (Zürich, Scheidegger & Spiess, 2012, mit B. Settele) und Kunstvermittlung 1 + 2 (Berlin, diaphanes, 2009), ausserdem Online-Publikation kultur-vermittlung.ch/zeit-fuer-vermittlung/, sie publiziert zur Kunstvermittlung in div. Zeitschriften und Sammelbänden. (Vortrag Carmen Mörsch: http://www.youtube.com/watch?v=rusnIcFJTig)

Das Zitat in Platons Airbus heute:

“Stelle dir gleichsam Menschen vor in einer unterirdischen höhlenartigen Wohnung …” Platon, Der Staat

Platons Airbus

Jeweils Dienstags
17:00 – 19:00 Uhr
Veranstaltungsort Sihlquai 131, 2. Stock, Raum PI203, 8005 Zürich

http://www.kulturkritik.ch/2013/observatio-vi-platons-airbusverborgene-universen/

23. Dezember 2013

Digital Solidarity

Felix Stalder’s extended essay, Digital Solidarity, responds to the wave of new forms of networked organisation emerging from and colliding with the global economic crisis of 2008. Across the globe, voluntary association, participatory decision-making and the sharing of resources, all widely adopted online, are being translated into new forms of social space. This movement operates in the breach between accelerating technical innovation, on the one hand, and the crises of institutions which organise, or increasingly restrain society on the other. Through an inventory of social forms – commons, assemblies, swarms and weak networks – the essay outlines how far we have already left McLuhan’s ‘Gutenberg Galaxy’ behind. In his cautiously optimistic account, Stalder reminds us that the struggles over where we will arrive are only just beginning.

Digital Solidarity

Today, we are entering into a new constellation, a new galaxy and the reformulation of solidarity in a myriad of ways [...] There are new institutional and cultural forms emerging to support such complex webs of interaction and production, often based on the notion of a shared resource, a commons, and focused on the particular requirements necessary to develop and protect that one resource. They offer a chance to remake society in a particular way, through reinventing social solidarity and democracy, be it in the digital networks of informational cooperation or in the common appropriation of physical spaces.

– Felix Stalder, Digital Solidarity

Source & Download of the the book: www.postmedialab.org

 

 

 

 

 

 

23. Dezember 2013

archiv auslesen II – Eine Auswahl von Radiostücken

archiv auslesen

Am 17. Januar wird Alexander Tuchaceks “archiv(aus)lesen” im Bayrischen Rundfunk br2 gesendet. Aus diesem Grund lädt Corner College und Alexander Tuchacek zu einem gemeinsamen Radioabend, moderiert von Romy Rüegger.

Alexander Tuchacek bearbeitet live das Musikstück “Red Flag Prelude” des Komponisten Cornelius Cardew live in micro-Zeitlupe, Verlangsamungen, Wiederholungen, Stillstand. Mit Hilfe von selbstentwickelter Audio-Archiv Software wird er so das Piano Stück Cardews in seinen tonalen Micro-Strukturen untersuchen und neu interpretieren. “Red Flag Prelude” basiert ursprünglich auf dem gleichnamigen Gedicht (1889) des Iren Jim Connell, das von den Martyrien der Arbeiterbewegung handelt. In England wurde es traditionell bei Labour Party Kundgebungen gesungen, zu einer Melodie die auch als Weihnachtslied “Oh Tannenbaum” bekannt ist. Cornelius Cardews verfasste Red Flag Prelude in einem romantischen Prelude und hielt es in seiner Tonalität bewusst einfach. Als klassischer Komponist prägte Cardew eine kritische Auseinandersetzung mit der Arbeit Stockhausens und Cages und verband dies auch mit einer politischen Haltung.

Anschliessend an das Live-Stück “Red Flag Prelude” werden wir “archiv(aus)lesen” hören, welches das aktuelle Verhältnis von Radio, Beteiligung, Autorschaft und Publikum befragt. “archiv(aus)lesen” ist Teil einer Audio-Installation, für die das Hörspielmanuskript “Hören Sie mich?” von Otto Höschle (SRF 1981) aus dem Archiv des Bayrischen Rundfunks einer Re-Lektüre unterzogen wurde. Es konstituiert sich durch eine einzige Sprecherstimme, die immerwährend versucht, das Verhältnis zu einem fiktiven Publikum zu definieren. In der partizipativen Audio-Installation liess der Künstler nun das Manuskript Wort für Wort durch die BesucherInnen neu einlesen. So entstand ein kollektives, neues Hörstück, das dem Publikum aus seiner Sprachlosigkeit nun eine vielstimmige Sprachermächtigung ermöglicht und dadurch aktuelle Fragen nach Autorenschaft, Öffentlichkeit und Mitbestimmung evoziert.

Programm

20:30 Uhr Türöffnung
21 Uhr “Red Flag Prelude” live interpretiert von Alexander Tuchacek
ca. 22 Uhr “archiv(aus)lesen” live über Radio Bayrischer Rundfunk 2 hör!spiel!art.mix

Die Corner Cuisine bereitet einen kleinen Snack für den Abend zu.

Der Abend wird live über einen FM-Transmitter ausgestrahlt. Zur Tonverstärkung ist das Mitbringen von tragbaren Radios erwünscht.

Corner College
Kochstrasse 1
8004 Zürich

Quelle: www.corner-college.com