11. August 2010

Stipendium für Kunstvermittlung an Yvonne Volkart

Die Stadt Zürich hat Yvonne Volkart, Co-Kuratorin der Shedhalle und VMK Gastdozentin, mit dem Stipendium für Kunstvermittlung ausgezeichnet.

Quelle und weitere Infos: www.stadt-zuerich.ch

18. Juli 2010

transmediale + Vilém Flusser Theory Award 2011 – Call for Entries

Vilém Flusser

Der Vilém Flusser Theory Award (VFTA) fördert innovative medientheoretische und praxisbasierte Forschungsprojekte, die aktuelle Positionen digitaler Kunst und Kultur vorstellen. In der Tradition des kulturellen Nomaden Vilém Flusser verstehen wir dies als ein Denken, Handeln und Begreifen vom Unbekannten her, als Aufforderung, “Hals über Kopf in den Abgrund des Unbekannten zu springen”, um die sich schnell ändernden technischen und gesellschaftlichen Bedingungen der digitalen Kunst und Kultur zu begreifen. Die wissenschaftliche wie künstlerische Auseinandersetzung mit neuen Technologien und Medienformen folgt daher dem Bemühen, das diskursive Vokabular im Sinne eines uneingeschränkten Denkens zu erweitern und neue Formen der Visualisierung, der Analyse und der Interpretation zu ermöglichen. Gesucht werden Projekte, Positionen und Texte die jenseits festgefügter Methoden einen transdisziplinären Kontext zwischen kunstbasierter Forschung und medientheoretischem Diskurs schaffen. Der Vilém Flusser Theory Award wird seit 2008 gemeinsam mit dem Vilém_Flusser_Archiv der Universität der Künste in Berlin (UdK) vergeben.

Jurymitglieder des Vilém Flusser Theory Award 2011 sind Marcel René Marburger (Köln), Nils Röller (Zürich), Carolyn Guertin (Austin), Alex Galloway (New York)

Neben dem Vilém Flusser Theory Award wird ausserdem der transmediale Award für künstlerische Arbeiten und erstmals der Open Web Award Internet-Projekte vergeben.

Quelle und weitere Informationen: www.transmediale.de

01. Juni 2009

Wir gratulieren Oscar zum Gewinn des Förderpreises der ZHdK für seine Diplomarbeit!

Genderfiktion

Performance von
De La Fuente Oscar De Franco,
Diplomarbeit Vertiefung Mediale Künste
Mentorierung: Eran Schaerf, Felix Stalder
28. Mai 2009, Vortragssaal ZHdK

“Die Evolution des Lebens, besonders die Entwicklung immer höherer Arten, hat mit dem Menschen nicht ihr Ende gefunden, sondern geht weiter. Der Unterschied zu früher ist aber der, daß nicht nur die Natur neue Arten hervorbringt, sondern daß mit dem Menschen zum ersten Mal auf diesem Planeten ein Wesen entstanden ist, das über soviel wissenschaftliches und technisches Geschick verfügt, daß es bewußt und gezielt neue Arten hervorbringen kann. Im Verlaufe einer bewußt und gezielt betriebenen Evolution könnten höhere Lebewesen entstehen, die intellektuell, kulturell, ethisch, ästhetisch und gefühlsmäßig /emotional soweit über uns Menschen stehen, wie wir über den Affen. So wie wir Menschen vereinfacht ausgedrückt ‘Transschimpansen’ sind, so würden diese Wesen ‘Transhumane’ sein. (Andere benutzen hier den Begriff ‘Post-Humane’.)”
Peter Möller, 1999, Was ist Transhumanismus?

Genderfiktion

Solche Ansichten sind weniger ungewöhnlich als sie das vielleicht scheinen. Wir begegnen ihnen immer wieder. Sie werden von seriösen Wissenschaftlern wie von spekulativen Science Fiction Autoren, von globalen Konzernen und auch von d.i.y. Bastlern, von optimistischen Techno-Enthusiasten wie auch von pessimistischen Kritikern geäussert. Wer sich mit diesem Thema beschäftigt, und nicht einfach die Ansichten eines Lagers übernimmt, begibt sich in eine Grauzone von Wissenschaft und Fiktion, in der Utopien und Dystopien kaum noch voneinander zu trennen sind. Diese Ideen beziehen ihre Kraft nicht zuletzt dadurch, dass sie uralte Mythen (etwa: ewige Jugend) in eine gegenwärtige Form bringen und damit tiefe Sehnsüchte und Wünsche der Menschen ansprechen.

Die Performance Genderfiktion bewegt sich durch diese Grauzone und lotet das Spannungsfeld der körperlichen Perfektionierung und der Entstehung eines neuen Menschenbilds aus.

Genderfiktion