22. November 2011

The Status Project – Citizen X

Ein Identity-Workshop mit dem britischen Künstler Heath Bunting

Foto: Annet Wolfsberger

Dienstag, 6. Dezember 2011, 14:00 – 18:30 Uhr
Vertiefung Mediale Künste, Sihlquai 131, 8005 Zürich

  • Der Workshop ist offen für alle Studierende.
  • begrenzte Teilnehmerzahl
  • Anmeldung per Email: mediale.kuenste@zhdk.ch

Unsere Identität als Mensch ist so konstruiert, dass wir eine oder mehrere natürliche Personen sowie eine oder mehrere juristische Personen (Unternehmen) besitzen können. Je höher ein Mensch im Klassensystem verortet ist, desto breiter ist dessen Zugang zu unterschiedlichen Identitäten. Heath Buntings Status Project hat diese Klassensysteme des Menschen-Managements zum Inhalt. Für ein besseres Verständnis und mehr Beweglichkeit stellt er beispielsweise Karten her, die Einflusszonen verdeutlichen, oder macht persönliche Porträts.

Der Workshop an der VMK bietet eine Anleitung zur Konstruktion einer neuen Schweizer Identität. Dies Konstruktion einer Identität ist in Grossbritannien erlaubt – solange diese nicht zu illegalen Zwecken verwendet wird.

Heath Buntings Status Project, begonnen 2004, ist ein Expertensystem zur Veränderung von Identität.

Das Status Project zeigt, wie leicht und nahezu vollständig unsere Bewegungen und Aktivitäten aufgezeichnet werden können, wenn wir vermeintlich harmlose Daten wie Name, e-mail- und Postadresse, Kreditkarten- und Bankkontonummer usw. angeben, um z.B. einen Bibliotheksausweis oder eine Bahncard zu beantragen, einen Handyvertrag abzuschliessen oder etwas im Internet zu kaufen. Durch Abgleich und Kombination verschiedener Datenbanken wird jeder Person ein sozialer Status zugeordnet, der sich aus allen über diese Person verfügbaren Daten generiert – meistens ohne dass diese Person davon weiss. Dieser Status bestimmt buchstäblich den zukünftigen Handlungsspielraum dieser Person, off- und online.

Das Status Project besteht aus einer auf der Website irational.org zugänglichen Datenbank mit über 5000 Einträgen verschiedener Identitätsmerkmale. Aus deren Beziehungen untereinander generiert Bunting unter bestimmten Fragestellungen Karten von Netzwerken, die jeweils einen bestimmten sozialen Status dokumentieren.

Links
http://status.irational.org
http://irational.org/heath

Heath Bunting was born a Buddhist in Wood Green, London, UK and is able to make himself laugh. (currently, reduced to only smile) He is a co-founder of both net.art and sport-art movements and is banned for life from entering the USA for his anti genetic work. His self taught and authentically independent work is direct and uncomplicated and has never been awarded a prize. He is both Britain’s most important practising artist and The World’s most famous computer artist. He aspires to be a skillful member of the public and is producing an expert system for identity mutation. (Quelle: http://www.irational.org/heath/)

Heath Bunting (*1966) emerged from the 1980s committed to building open/democratic communication systems and social contexts. He came from the street up, passing through and often revisiting graffiti, performance, intervention, pirate radio, fax/ mail art and BBS systems to become an active participant in the explosion of the internet. He has produced many internet projects, some highly recognized, and has helped form a strong context for the practice of net.art. He has ventured into the field of genetics proclaiming it to be the next »new media«, and is also developing work in the area of physical network performance. His main ambition is to find a way to give it all up and live outside as God intended (Quelle: The Wonderful World of irational.org, Frankfurt am Main: Revolver 2006, S. 60).

28. Mai 2011

Infected, as not

Im digital brainstorming Podcast sprechen die VMK-Dozierenden Yvonne Wilhelm und Christian Huebler mit Dominik Landwehr von Migros Kulturprozent über ihr neues Projekt “Infected, as not”. Ausgehend von Erfahrungen mit macghillie wird es beim neuen undurchschaubaren Projekt um die Grenze zwischen Mensch und Tier gehen und um die Fragen, wie diese mit mentalen Infektionen bespielt werden kann.

www.digitalbrainstorming.ch/multimedia/audio/knowbotic-research

18. April 2011

Zwischen Art Direction und Artists in Labs

Der Fernsehsender Servus-TV hat vor kurzem VMK-Mitarbeiter Oliver “Olsen” Wolf und seine Projekte vorgestellt. Dazu gehören seine Mitarbeit an der Ausstattung des Schweizer Science-Fiction-Films Cargo und sein derzeitige Teilnahme am Programm Swiss artists-in-labs.

Der Beitrag ist online abrufbar:
http://www.servustv.com/cs/Satellite/Article/gut-leben–011259337834373 (Start bei 21:00)

15. April 2011

Chewing the Scenery

Die Vertiefung Mediale Künste freut sich über die Teilnahme der Dozierenden Pauline Boudry und Eran Schaerf  an der diesjährigen Biennale von Venedig.

Pauline Boudry/Renate Lorenz, No future, 2011, 16mm/HD, 15 min

Schweizer Pavillon, 54th International Art Exhibition – la Biennale di Venezia

“Chewing the Scenery” Pauline Boudry/Renate Lorenz, Maria Iorio/Raphaël Cuomo, Uriel Orlow, Eran Schaerf, Tim Zulauf/KMUProduktionen und Textbeiträge von Ann Cvetkovich, Mathias Danbolt, Antke Engel, Patricia Purtschert, Rubia Salgado und Anderen sowie zahlreiche Veranstaltungen in Kollaboration mit Karin Michalski, MOTHER (Dafne Boggeri, Noga Inbar, Nicole Emmenegger) und PhD in Practice / academy of fine arts vienna. Publikation in Zusammenarbeit mit Anna Frei und Georg Rutishauser, erscheint bei edition fink. Kuratiert von Andrea Thal

“Chewing the Scenery” ist eine auf das späte 19. Jahrhundert zurückgehende Bezeichnung für Schauspielende, die sich in übertrieben melodramatischer Manier ihrer Rolle hingeben oder zu gerne und lange auf der Bühne bleiben. Im Rahmen der Ausstellung verweist der Bühnenausdruck auch beinahe literarisch auf die zum Herstellen von Auftritten verwendeten Mittel des Films und des Theaters. Zudem deutet “kauen”/”chewing” auf ein ausgedehntes Verweilen hin, auf die Möglichkeit an klebriger Masse haften zu bleiben und sich in zäher, schleppender Bewegung zu befinden. Damit skizziert der Ausdruck die eigentlichen Voraussetzungen für eine genaue und sensible Betrachtung und das (un)freiwillige Verbleiben in einer ebensolchen Szenerie.

In Anlehnung an postkoloniale und queere Diskurse zu Zeitlichkeit und Chronopolitik beschäftigt sich “Chewing the Scenery” mit Verzögerungen, Sprüngen und Unterbrüchen, Anachronismen und Dissonanzen als Ausgangslage für das Nachdenken über angebliche Vergangenheiten, potentielle Zukünfte und vermutete Gegenwarten in zeitbasierter Kunst und im Schreiben. “Chewing the Scenery” ist ein mehrteiliges Projekt, das in und um das Teatro Fondamenta Nuove in Venedig stattfindet. Es besteht aus einer Filminstallation von Pauline Boudry/Renate Lorenz, einer installativen Dramatisierung von Tim Zulauf/KMUProduktionen, zwei Veranstaltungen im Juni und September mit Performances, Vorträgen, Screenings und Konzerten, sowie einer Publikation. Diese umfasst künstlerische Beiträge von Maria Iorio/Raphaël Cuomo, Uriel Orlow und Eran Schaerf sowie zahlreiche Texte und erscheint in drei überarbeiteten und erweiterten Auflagen.

Eran Schaerf, Wanderblog (Sequel #24), 2009

Teatro Fondamenta Nuove, Cannaregio 5013; Vaporetto Linie 42 und 52, Haltestelle: Fondamente Nove
Öffnungszeiten: 4. Juni bis 2. Oktober 2011, 10:00 – 18:00, Montag geschlossen
Veranstaltungen: 4. Juni 2011 und 7. – 10. September 2011

Quelle: www.chewingthescenery.net

23. März 2011

Catherine David zur Gast bei der VMK

Im Rahmen des Praxismoduls “Von der Praxis aus / Ausstellung als Praxis” haben Dagmar Reichert und Eran Schaerf die Kuratorin Catherine David (u.a. Documenta 10, Di/Visions) eingeladen und sprechen mit ihr über ihre Praxis sowie über die Rolle von KulturproduzentInnen in der sich derzeit rasch verändernden arabischen Welt.

Das Gespräch findet statt am Dienstag, 29. März 2011, von 14.00 – 15.30 Uhr, in der Vertiefung Mediale Künste, Raum 1.7, Sihlquai 131, 8005 Zürich

24. Januar 2011

Wie gefährlich ist die Wahrheit?

Polit-Talkshow mit Felix Stalder, VMK Dozent, zu WikiLeaks

Die Online-Plattform WikiLeaks enthüllt weiter: Nach der Veröffentlichung hunderttausender vertraulicher Berichte des US-Außenministeriums Ende letzten Jahres outete sich kürzlich der Schweizer Banker Rudolf Elmer als WikiLeaks-Informant, und übergab dessen Gründer Julian Assange zwei CDs mit geheimen Kundendaten – nun zittert die gesamte Bankenwelt vor neuen Enthüllungen.

Was ist im Zeitalter der modernen Informationstechnologie überhaupt noch geheim, wie viele Geheimnisse braucht ein Staat oder eine erfolgreiche Diplomatie, wie gefährlich kann die Wahrheit werden, und ist totale Transparenz wirklich erstrebenswert? Über all diese und weitere Fragen diskutiert Moderator Johannes Willms beim aktuellen Talk im Hangar-7 mit Experten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Quelle: www.servustv.com

Eine Aufzeichnung der Sendung mit Felix Stalder vom 20. Januar 2010 liegt auf www.servustv.com.

14. Dezember 2010

Magnetismus und Medialität

Magnetismus – eine Kraft, die man nicht sieht. Kompasse – Instrumente, die Magnetismus in Orientierung ummünzen. Künstler – eine Art Kompasse oder Wahrnehmungsorgan für gesellschaftliche Veränderungen. Die Geschichte des Magnetismus ist auch die Geschichte seiner Medialität. Darüber und über die Wechselwirkung zwischen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft hat Nils Röller ein anregendes Buch geschrieben: “Magnetismus – eine Geschichte der Orientierung”.

Nils Röller ist zu Gast bei Anne-Catherine Eigner.

Bei Radio LoRa auf 97,5 MHz
Nährwert Kultur am 17. Dezember 2010, 19 – 20 Uhr

10. November 2010

FUNWARE mit VMK-Alumni

!Mediengruppe Bitnik, Hardware Orchestra

Am kommenden Freitag eröffnet im MU in Eindhoven die Ausstellung FUNWARE mit mehrfacher VMK-Alumni-Beteiligung: Annina Ruest, Roger Wigger in Collab mit !Mediengruppe Bitnik

2011 wird die Ausstellung ausserdem im HartwareMedienKunstVerein in Dortmund zu sehen sein.

FUNWARE _playing with software

MU, Eindhoven (NL)
12 November 2010 – 16 January 2011
& FUNWARE CONFERENCE 27 November 201

OPENING: Friday, 12 November at 20:00 hrs
with live performances by Alexei Shulgin, Jon Satrom / Ben Syverson and Amy Alexander.
DJ Emile Zile.

Artists

Adrian Ward, Amy Alexander, Annina Ruest, Bob Zimbinski, !Mediengruppe Bitnik / Roger Wigger, Christoph Haag / Franziska Windisch / Ludwig Zeller / Martin Rumori, Colin Green / Matthew Fuller / Simon Pope, Dave Griffiths, Dave Griffiths / Aymeric Mansoux / Marloes de Valk, David Link, Electroboutique, Gazira Babeli, Joan Leandre, JODI, Jon Satrom / Ben Syverson, RTmark, Runme.org

Making and using software can be experimental, humorous and aesthetically rich. Alongside today’s rather dull omnipresence of databases and content management systems, elements of fun have actually informed and guided the development of software from its beginnings. Fun is the energy of curiosity and inappropriateness, exploring what is not yet known in art, culture, computer science, design, math and the site of their encounter: software. Here, software art, a joke of a mathematical genius and amateur tinkering of software stand side by side.

The exhibition Funware questions, tangles and experiments with the materiality of software, the backbone of contemporary society. Letting us deal with the glitchy nature of human-machine ensembles, it offers a way of understanding something that is normally hidden and serious. Fun is far from detaching software from political or social interrogability, it is rather a force and a method that works on complicating the normal, the serious and the dominant.

www.mu.nl

In 2011 the exhibition will travel to HartwareMedienKunstVerein in Dortmund!

Funware Conference

27 November 2010, 10:00-15:30 hrs (during STRP Festival)
at Baltan Laboratories, Eindhoven

Speakers

Wendy Chun, Matthew Fuller, Andrew Goffey, Wilfried Hou Je Bek, Andrew Lison, Adrian Mackenzie, Michael Murtaugh and Simon Yuill.
Introduction & moderation: Olga Goriunova

Contrary to the belief that software is a very serious issue, a battlefield of big business interest and freedom fighters, and a field guided by rationality and formalisation, it is actually an area of practice and thinking that often advances through random acts, absurd use, jokes and curiosity.

International speakers will argue that art, and in particular software art, can play a crucial role in the production of the world, undermining the seeming solidity of the infrastructural backbone of our society and opening it up for intervention and reinvention. The symposium will also explore the issue of fun and the potential of the humour in software art. What is humour after all? It is in fact an artistic and critical attitude to reality?

www.baltanlaboratories.org/?p=2332

Curator: Olga Goriunova
Executive producers: aaaan.net
Co-organisers: BALTAN Laboratories & MU
Supported by: VSBfonds, SNS Reaal, London Metropolitan University & STRP Festival

24. Oktober 2010

Paradise Now

Alexander Tuchačeks ”Paradise Now” führt einen Ausschnitt aus Filmaufnahmen der Theatergruppe The Living Theatre wieder auf. Deren gleichnamiges Stück von 1968 baut auf Zuschauerbeteiligung und Improvisation auf.

“Paradise Now” befragt anhand des historischen Materials Freiheitsversprechen, Paradiesentwürfe und die damit verbundene Politik des Körpers.

Zwei Videoprojektionen zeigen zeitversetzte Ausschnitte des fast stillstehenden historischen Filmdokuments. Der Raum wird durch ein Mehrkanal-Audiosystem mit dem Originalton der Aufnahmen in Eigenschwingung versetzt. Eine Software erkennt Veränderungen der Eigenresonanz des Raums und steuert damit die Geschwindigkeit des Videos und der Tonwiedergabe. Nur durch ein aktives Herantasten im Raum werden Statements der Protagonisten wieder zugänglich und verständlich.

Shift Festival Basel
28. – 31. Oktober 2010
Eröffnung: 28. Oktober, 19 Uhr
Artist Talk mit  Alexander Tuchačeks: 13. Oktober, 15:30 Uhr
www.shiftfestival.ch

11. August 2010

Stipendium für Kunstvermittlung an Yvonne Volkart

Die Stadt Zürich hat Yvonne Volkart, Co-Kuratorin der Shedhalle und VMK Gastdozentin, mit dem Stipendium für Kunstvermittlung ausgezeichnet.

Quelle und weitere Infos: www.stadt-zuerich.ch