23. Dezember 2013

Digital Solidarity

Felix Stalder’s extended essay, Digital Solidarity, responds to the wave of new forms of networked organisation emerging from and colliding with the global economic crisis of 2008. Across the globe, voluntary association, participatory decision-making and the sharing of resources, all widely adopted online, are being translated into new forms of social space. This movement operates in the breach between accelerating technical innovation, on the one hand, and the crises of institutions which organise, or increasingly restrain society on the other. Through an inventory of social forms – commons, assemblies, swarms and weak networks – the essay outlines how far we have already left McLuhan’s ‘Gutenberg Galaxy’ behind. In his cautiously optimistic account, Stalder reminds us that the struggles over where we will arrive are only just beginning.

Digital Solidarity

Today, we are entering into a new constellation, a new galaxy and the reformulation of solidarity in a myriad of ways […] There are new institutional and cultural forms emerging to support such complex webs of interaction and production, often based on the notion of a shared resource, a commons, and focused on the particular requirements necessary to develop and protect that one resource. They offer a chance to remake society in a particular way, through reinventing social solidarity and democracy, be it in the digital networks of informational cooperation or in the common appropriation of physical spaces.

– Felix Stalder, Digital Solidarity

Source & Download of the the book: www.postmedialab.org

 

 

 

 

 

 

17. Juni 2013

Papers On Institution) (Kritik

Papers On Institution) (Kritik erscheint als Nr. 1 der Publikationsreihe der Vertiefung Mediale Künste, Departement Kunst & Medien, Zürcher Hochschule der Künste. Die Reihe greift sowohl Themen aus Seminaren auf, die in der Vertiefung stattfinden, wie auch Projekte von Studierenden, und öffnet sie für weitere Autor_innen im Departement Kunst & Medien.

Die Redaktion – bestehend aus einer_m Dozierenden, einer_m wissenschaft­lichen Mitarbeitenden, einer_m Studierenden und einem Gast – wechselt von Ausgabe zu Ausgabe. Diese Ausgabe wurde von Eran Schaerf, Lea Schaffner, Andrea Thal und Birk Weiberg konzipiert. Sie geht aus dem Seminar hervor, das Pauline Boudry, Romy Rüegger und Eran Schaerf im Sommersemester 2013 abgehalten haben.

Die einzelnen Beiträge wurden von den Autor_innen, die zusätz­lichen Seiten und der Umschlag von Catia Costa, Jennifer Ganz und Lea Schaffner gestaltet. Die Fragen an die Auto_innen wurden von Lea Schaffner formuliert. Das Bild auf dem Umschlag ist der Arbeit Jaunpass, 2011, von Tamara Widmer entnommen. Gedruckt wurde Papers On in der Druckerei der Mönche von Münsterschwarzach in einer Auflage von 600 Exemplaren.

Mit Beiträgen von Shima Asa, ∞, Melanie Kistler & Mayka Gräflein, Adrian Hummel, Maja Leo, Asia Andrzejka Naveen, Valérie Reding, Roland Regner, Susan Steiger, Joris Stemmle, Stephanie Schoell & Angela Wittwer, Birk Weiberg, Tamara Widmer und Alain Volpe.

Papers On Institution) (Kritik [PDF Download]

02. Mai 2013

Roth der Große

Ein fiktiver Gang durch das Niederdorf in Zürich führt zu einer Begegnung des Künstlers Dieter Roth mit Lenin. Roth fühlt sich herausgefordert und bedroht durch Lenins Führerschaft. Umwälzungen stehen bevor, die den Gang nicht enden lassen wollen:

„Das lacht und zuckt wieder gewaltig im Roth, eben etwas speedy, speedy zu zeichnen. Lenins Pilze vor den Glarner Alpen zu zeigen und schön schimmelig aus den Händen quellen lassen oder dessen blitzsauberes Fahrrad, gepflegt wie ein chirurgisches Instrument, mit Schreib kanonen zu versehen und noch Würste darüber zu hängen. Das Fahrrad mit einem Lorbeer von Würsten zu umrahmen. Rothlorbeer für das Leninwürstchen, das jeden Morgen Gymnastik treibt.“

Nils Röller, Roth der Grosse
Klever, 150 Seiten, ISBN 978-3-902665-60-7

Lesung mit Nils Röller am 5. Mai 2013 in der Berliner Volksbühne.
www.volksbuehne-berlin.de 

 

14. November 2012

Radio Arthur „fall 2012 – Kontext!“

Launch von radio arthur, „fall 2012 – Kontext!“
Sonntag 18. November, 16 Uhr, Elaine MGK, St. Alban-Rheinweg 64, 4052 Basel
mit einem Listening von Adrian Piper: Bach Whistled (1970)

 

online ab 18.11.2012, www.radioarthur.ch

Mit Beiträgen von: Philipp Messner, Romy Rüegger und Dominique Koch, Gabriel Flückiger, JohnCage, Lucie Kolb, Black Box

 

launch am 18. November, 16 Uhr, Elaine MGK Basel:

«Bach Whistled» ist ein performatives Hörstück, in welchem Adrian Piper zu Aufnahmen von Johann Sebastian Bachs «Konzert d-Moll für drei Cembali BWV 1063», mitpfeift. Diese Arbeit entstand 1970, dem Jahr, in welchem Adrian Piper auch die einflussreichen «Catalysis Series» und «The Mythic Being» entwickelte. Dort verwandelte sie ihre Gestalt und ihr Verhalten in gesellschaftlich provozierende Alter Egos und reagierte so auf gesellschaftlich-politische Missstände. Gleichzeitig sind diese Arbeiten erste Beispiele für die konzeptuelle Strategie der «indexikalischen Gegenwart», mit der die Künstlerin und Philosophin Kunst ohne die Vermittlung einer Künstlerfigur in eine unmittelbare Gegenwart setzte. Auch in «Bach Whistled» bricht Piper ihre Rolle als Zuhörerin auf und bringt sich entlang des gehörten Stücks unmittelbar mit ein.

Adrian (Margaret Smith) Piper (*1948) ist eine amerikanische Konzeptkünstlerin und analytische Philosophin. Als Philosophin legte sie mit der mehrbändigen Abhandlung «Rationality and the Structure of Self» ihre Überlegungen zu Konzepten menschlichen Handelns dar. Parallel nimmt Piper, initiiert von den Arbeiten Sol LeWitts, ab 1965 eine eigenständige und radikale Position im Feld der Konzeptkunst ein. Inhaltlich beschäftigt sie sich dabei vor allem mit den Themenbereichen Rassismus und Geschlecht. Adrian Piper lebt und arbeitet seit 2005 in Berlin. Im Jahr 2002 gründete sie das Adrian Piper Research Archive (APRA) als eine persönliche und öffentliche Ressource zum Studium ihrer Arbeit und der von ihr bearbeiteten Themen.

 

04. April 2012

Objects of Knowledge, of Art and of Friendship – A small technical encyclopaedia for Siegfried Zielinski.

A new Academy? Given the chance to realize one, what would we expect from its members? At the Academy of the Lynx-Eyed in Naples, on admission each new member was expected to bring a startling, novel object with him. On the occasion of Siegfried Zielinski’s 60th birthday next year, we have invited friends to contribute an artifact to an imagined Academy. The book presents the result of this collection.
Following the style of a poly-technical journal from the 19th century, the articles are ordered alphabetically. They centre on an object, which is presented by a line drawing of Peter Blegvad and a text.

Edited by David Link und Nils Röller (Leipzig: Institut für Buchkunst 2011)

http://www.romanform.ch/?p=593

Hans Belting, Small Glass And the Even Smaller Magnifying Glass, illustration by Peter Blegvad

11. Januar 2012

Mimesis – Platons Klassiker „Der Staat“

Jan Saenredam (1565–1607) via Wikimedia Commons

Gastsendungen der Vertiefung Mediale Künste beim Zürcher Radio LoRa in der Reihe Nährwert Kultur

Ob Künstlerinnen, Dichterinnen oder bildende Künstlerinnen, in den idealen Staat aufgenommen werden dürfen? Das müssen sie erst noch beweisen, denn eigentlich taugen sie nicht für eine gerechte Gesellschaft, sie ahmen bloss nach. Nachahmung oder Mimesis ist seit Platon ein zentraler Begriff der Kunsttheorie. Das Seminar zeichnet eine Kulturgeschichte des Begriffs und zeigt, wie er eingesetzt wird, um Kunst und Wissenschaft voneinander abzugrenzen. In einem Vorlesungsteil wird die Geschichte des Begriffs rekapituliert und die Produktivität des Begriffs für die moderne Kunst und die postmoderne Theoriebildung aufgezeigt. Studierende der Zürcher Hochschule der Künste haben sich gemeinsam mit Nils Röller und Christian Fürholz Platons Dialog „Der Staat“ mit künstlerischen Mitteln, mit Fanzines, Lesungen und selbstproduzierten Soundfiles angenähert. Unterstützt wurden sie dabei von Anne-Catherine Eigner, Andalus Liniger und Martin Andereggen.

Bei Radio LoRa auf 97,5 MHz oder als Livestream auf www.lora.ch.
12. und 13. Januar 2012, jeweils 19- 20 Uhr

24. Oktober 2011

Buchvernissage „Kultur digital“

Der Siegeszug der digitalen Medien hat die Gesellschaft geprägt. „Kultur digital“ vereinigt Essays zum digitalen Wandel mit Fallbeispielen aus Pop und Klassik, Buch und Bibliothek, Architektur und Design, Fotografie und Film, Tanz und Theater, Kunst und Performance.

Die sorgfältig recherchierte Publikation diskutiert Fragen der Digitalisierung, bringt praktische Hinweise zum Umgang mit dem Urheberrecht, erörtert Chancen sozialer Netzwerke, zeigt Strategien der Langzeitspeicherung auf. Ein Minilexikon erläutert Begriffe wie Archiv, Code, Hypertext, Interface, Retrodigitalisierung, Sampling, Virtualität und Web 2.0. Ein unentbehrlicher Begleiter auf dem Weg durch die digitalen Kultur-Welten.

Von Felix Stalder stammt der Beitrag „Ungleiche Vielfalt“, der sich mit zwei unterschiedlichen, ja sogar gegenläufigen Dynamiken der Digitalen Kultur beschäftigt: Zum einen das Aufblühen neuer kultureller Nischen und horizontaler Organisationsstrukturen, zum anderen, die enorme Zentralisierung und Konzentration, der Plattformen, welche die infrastrukturelle Grundlage des Wachstums der Nischen darstellen.

Buchvernissage am 4. November 2011, 18:30 Uhr

Kulturbüro Zürich
Stauffacherstrasse 100
8004 Zürich
www.kulturbuero.ch

Infos zum Buch: www.migros-kulturprozent.ch/kulturdigital

30. August 2011

99 potentielle Bücher

Im September 2011 findet in der Villa Mainau unter dem Titel „Das begehbare Buch“ eine von Orell Füssli initiierte und koordinierte Veranstaltung statt: In die über zwanzig Zimmer der Villa ziehen für die Dauer der Ausstellung verschiedenste Verlagshäuser und andere Partner ein. Das Dachgeschoss wird von der ZHdK mit einer Gruppe von Studierenden aus drei Departementen und vier Studiengängen sowie Basil Rogger, Ruedi Widmer (ZHdK) und Stefan Zweifel bespielt.

Im Rahmen der einmonatigen Ausstellung im Dachstock der Villa Mainau sowie an zwei Abendveranstaltungen bearbeitet „99 potentielle Bücher“ das Verhältnis von Realität und Potentialität in den Künsten. Neben der Präsentation von historischen Fakten könnte sich in den Ausstellungsräumen auch eine sich entwickelnde Bibliothek potenzieller Literatur präsentieren.

„Und alles, was dazwischen war“
Die Leben der Sammlerin und Autorin Mina Schirmherr

Ausstellung im Rahmen von „Das begehbare Buch“
Veranstaltet von der Stiftung Mina Schirmherr unter Mitarbeit von Studierenden der ZHdK.

2. – 30. September 2011, täglich von 11:30 – 19:00 Uhr
Villa Mainau, Seefeldstrasse 82, Zürich (Dachgeschoss)

Veranstaltungen

Freitag, 2. September 2011, 19:30 Uhr, Eintritt frei
Lese-Abend: Oulipo

Stefan Zweifel begrüsst bekannte Unbekannte und unbekannte Bekannte zur oulipoetischen Lektüre. Georges Perec, Raymond Queneau, Harry Matthews, Italo Calvino, Eugen Helmle, Oskar Pastior: Sie alle waren und sind bekennende und aktive Oulipoeten, Mitglieder des „Ouvroir de Littérature Potentielle“ (Werkstatt für potentielle Literatur). „Poetische Freiheit durch formale Zwänge“ ist ihr Credo und aus diesen selbstauferlegten Regeln entwickeln die Oulipoeten Literatur voller Kraft, Ironie und Leichtigkeit. An seinem Lese-Abend bittet Stefan Zweifel bekennende Schweizer Oulipoeten und Oulipo-Anhänger, ihre Lieblings-Texte zu zitieren, zu rezitieren, zu singen, zu interpretieren.

Donnerstag, 15. September 2011, 19:30 Uhr, Eintritt frei
Katalog-Vernissage „99 Bücher aus der Sammlung Mina Schirmherr“

Mina Schirmherr war nicht nur eine legendäre Büchersammlerin, sie wohnte sogar einmal in der Villa Mainau. Erstmals wird in diesem Katalog eine Auswahl von 99 Büchern aus ihrer Sammlung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Programm und weitere Informationen: www.books.ch/dasbegehbarebuch

 

25. November 2010

Buchpräsentation Opaque Presence

Buchpräsentation von knowbotic research und Andreas Brockmann

Opaque Presence – Manual of Latent Invisibilities

Sichtbarkeit und Camouflage

Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 8001 Zürich
2. Dezember 2010, 18 Uhr

weitere Infos:
www.cabaretvoltaire.ch
www.diaphanes.de
macghillie.krcf.org

09. September 2010

Magnetismus. Eine Geschichte der Orientierung

Das neue Buch von Nils Röller ist ab sofort erhältlich.

Magnetische Kräfte werden wahrgenommen mit Hilfe von Kompassen, die Orientierung in Raum, Zeit und in der Psyche bieten. Diese Orientierung erfährt radikale Veränderungen in Wechselwirkung mit der Verfeinerung der Instrumente und der Phänomene, die sie ermitteln. In elf Kapitel erzählt dieses Buch die Geschichte des Magnetismus mit dem Fokus auf seiner Medialität.

Quelle + weitere Infos: www.romanform.ch