Aktuelles

labor 2: Indirekte Erfahrungen. Ein Projekt aus dem Journal für Kunst, Sex und Mathematik

Kunstmuseum Thun
Ausstellung: 21. April – 22. Mai 2011

Veranstaltung

Gespräch zwischen Inge Hinterwaldner und Nils Röller
Donnerstag, 12. Mai, 18 – 19 Uhr im Kunstmuseum Thun

Die Kunsthistorikerin Inge Hinterwaldner und der Medientheoretiker und Projektleiter von Indirekte Erfahrungen, Nils Röller, diskutieren über das ausgestellte Projekt.

In labor 2 steht mit dem Projekt Indirekte Erfahrungen eine sich noch im Prozess befindende Forschungssituation im Zentrum (Projektdauer: Aug. 2010 – 2011) der fünfteiligen Ausstellungsreihe. Im Unterschied zu konventionellen Projekten ist der Forschungsprozess jederzeit sicht- und nachvollziehbar: Im Blog Journal für Kunst, Sex und Mathematik publizieren Judith Albert, Barbara Ellmerer, Yves Netzhammer und Nils Röller laufend ihre Arbeiten.Indirekte Erfahrungen untersucht visuelle Darstellungen magnetischer Kräfte im Zeitraum von 1600 bis 1800, wobei dem von einem anonymen Autor verfassten und 1690 in Mainz erschienenen Traktat Magnetologia Curiosa eine besondere Bedeutung beigemessen wird. Dem Projekt liegt die These zu Grunde, dass die Darstellung von Erfahrungen oder Phänomenen – wie es beispielsweise der Magnetismus ist – mittels Instrumenten in der Physikgeschichte stets eine grosse Herausforderung war, und dass diese in einembestimmten Verhältnis zur Kunst stand und steht. Ausgehend von den historischen Darstellungen der Magnetologia erforschen die Beteiligten wissenschaftshistorische Voraussetzungen, künstlerische Strategien insbesondere von Darstellungen solcher Instrumente der Sichtbarmachung, ihrer Funktionen sowie den Grenzverlauf von Wahrnehmbarem und Nicht-Wahrnehmbaren im Bild.

Weitere Informationen: www.kunstmuseumthun.ch / www.ifcar.ch

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