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Die Kunst stirbt nicht an der Technik. Künstler, Wissenschaftler und Computertechnologien der 1960er Jahre

Digitaler Salon mit Margit Rosen

Dienstag, 28.04.2009, 18:00 Uhr
VMK, Raum 1.7, Sihlquai 131, 8005 Zürich

Seit fast 50 Jahren experimentieren Künstler mit Computertechnologie. Die Veranstaltung widmet sich dieser weitgehend unbekannten Geschichte eines künstlerischen Mediums. Es werden Beispiele präsentiert für den Versuch, diese Technologie für künstlerische Zwecke symbolisch und technisch umzuformen sowie für die Kritik an, aber auch die Identifikation mit den Produktionsbedingungen der automatisierten Industriegesellschaft.

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Über Ausstellungen und Werke wird ausserdem die Geschichte des Einflusses der Philosophen und Kuratoren erzählt, die für wenige Jahre die Kunstgalerien für jene Zeichnungen, Filme und Skulpturen öffneten, die mehrheitlich aus den Rechenzentren der Universitäten und Konzerne kamen. Das Beispiel zeigt die historischen Bedingungen, unten denen Wissenschaft und Technik Zugang gewährt wurde zur Welt der Kunst.

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Margit Rosen studierte Kunstwissenschaft, Philosophie, Politische Wissenschaften und Medienkunst in München, Karlsruhe und Paris. Sie ist mit Unterbrechungen seit 1999 als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin am ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe tätig, arbeitete als Kuratorin an der lothringer13/halle in München und unterrichtete an der HfG Karlsruhe und der Donau-Universität Krems. Seit 2004 widmet sie sich der Frühzeit der künstlerischen Nutzung der Computertechnologie. Zuletzt kuratierte sie mit Darko Fritz und Peter Weibel am ZKM die Ausstellung „bit international. [Nove] Tendencije, Computer und visuelle Forschung“. Sie veröffentlicht zu den Themen zeitgenössische Kunst, Fotografiegeschichte sowie Kunst und Technik.

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