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geostationäre Raumfahrt

Ausstellung von Olsen im Wäscherei Kunstverein Zürich

„Zwischen räumlich-visueller und zeitlich-akustischer Regelmässigkeit schafft die Installation ‚geostationäre Raumfahrt‘ von Olsen eine irritierend und zugleich elegant kühl gestaltete Erfahrungsmöglichkeit. Das zentrale, den Raum bestimmende, Objekt der Arbeit ist ein kreisrundes Bett. Es funktioniert als Zeiger, der unterschiedliche Takte übersetzt und erfahrbar werden lässt, und zwar die individuellen Geschwindigkeiten der himmlischen Körper über unseren Köpfen. Welches Objekt am Himmel, ein Satellit, der Mond oder die Venus den Takt bestimmen, das ist in dieser Installation wählbar. Je nach Wahl, wird die mechanische Geschwindigkeit des Himmelskörpers im Ausstellungsraum unterschiedlich spürbar.“ (Nils Röller)

Anschliessend an die ersten Fotos der Mondrückseite (Lunik 3, 1959) nimmt die unmittelbare Erforschung des Kosmos ihren Fortgang. Die Erreichbarkeit der Himmelskörper war bis dahin ein Raumfahrtproblem. Die Frage ob Träume unsere Gedanken und Gefühle (in einem geostationären Schlafgemach) nicht nur beeinflussen, sondern auch steuern können, ist noch klärungsbedürftig.

Die vorliegende Arbeit will durch Mutation menschlicher Sinnesorgane und nüchterne rechnerische Verfolgung aller scheinbar im Wege stehenden Naturgesetze und Vorstellungsschwierigkeiten zu der Erkenntnis beitragen, dass das Universum nie schläft:

Ermöglicht wird eine Nacht im Orbit verschiedener Himmelskörper zum Beispiel im Orbit des Merkur, des schnellsten Planeten in unserem Sonnensystem, oder im Orbit der Werkzeugtasche, welche Heidemarie Stefanyshyn-Piper am 18. November 2008 bei ihren Wartungsarbeiten an der ISS verloren hatte.

Möglich wird diese Reise durch ein drehbares Bett, das als Apparatur dient, um die Leistungsfähigkeit der natürlichen Sinnesorgane des Homo Sapiens zu erhöhen. Neben dem Bett befindet sich ein Monitor, auf welchem sich ein beliebiger Himmelskörper innerhalb und ausserhalb unseres Sonnensystems (Stern, Planet, Satellit, Weltraumschrott) auswählen lässt. Das Bett navigiert in die aktuelle Position des gewählten Himmelskörpers und dreht sich mit diesem mit.

Wäscherei Kunstverein Zürich
Dienerstrasse 70
8004 Zürich

Ausstellungsdauer: 24. – 27. Januar 2013

Vernissage: Mittwoch, 23. Januar 2013, 19 Uhr
Finisage + Weltraumfrühstück Sonntag 27. ab 11Uhr

Übernachtungsmöglichkeiten nach Anmeldung unter: mail@kunstvereinzuerich.ch

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