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Donnerstag, 27. Oktober 2011

Shift Festival 2011

Beim Basler Festival der der elektronischen Künste, das sich in diesem Jahr mit Stimmen unter Strom beschäftigt, ist die Vertiefung Mediale Künste mit zwei Arbeiten vertreten. delete.us.com ist ein studentische kollektive Identität. Shusha Niederberger ist künstlerisch Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Vertiefung.

Speaker's Corner

delete.us.com
Speaker’s Corner (2009, Interaktive Installation)

Beim Eingang des Ausstellungsgelände steht ein Podest mit einem Mikrofon, das zur freien Meinungsäusserung einlädt. Die Arbeit ist entstanden in Anlehnung an den Speaker’s Corner im englischen Hyde Park, der als jederzeit öffentlich zugängliche Bühne an die Versprechen der Demokratie erinnern soll. Stellt sich in der neu interpretierten Version allerdings jemand auf die Bühne und setzt zu einer Aussage an, wird einer von 27 vorgefertigter Klischee-Sätze über die Schweiz abgespielt, der im Widerspruch zur unterdrückten Meinungsäußerung eine zynische Färbung erhält.

Quelle: www.shiftfestival.ch
Weitere Infos: www.image-schweiz.ch

out of line und Kabine en Route

Shusha Niederberger
out of line (2011, Audioinstallation für Telefonkabine)

Welche Räume benutzen wir beim telefonieren, und in welche mediale Räume können wir dabei geraten?

Der nostalgischen Raum der Telefonkabine ist uns zwar noch vertraut, aber aus dem allgemeinen Gebrauch verschwunden. Dafür halten wir uns öfters als uns lieb ist in Warteschleifen auf. Diese Arbeit ist eine Befragung der Warteschleife über den Versuch, absichtlich dorthin zu gelangen: eine Collage aus Musik und Gesprächsfragmente mit den Callcenter-Agents über den eigenartigen Raum der Warteschleife, seine Zugangsbedingungen und Verborgenheit.

Die ehemalige Telefonkabine der Zürcher Café Bar Nordbrücke wurde zu einem mobilen Ausstellungsort für Medienkunst und geht in dieser Form auf Reisen. Der Restaurant-Bereich des Shift Festivals ist ihre erste Station.
Kabine en route

Shift – Festival für elektronische Künste
27. – 30. Oktober 2011, Basel
www.shiftfestival.ch

Mittwoch, 05. Oktober 2011

Temporäre Präsenzen – Freie Energien

Alexander Tuchaček (knowbotic research)

Temporäre Präsenzen – Freie Energien
Partizipativer Event und Audio-Installation

„Temporäre Präsenzen – Freie Energien“ ist ein diskursives dialogisches Format, das als partizipative Aktion zur Eröffnung der Ausstellung „Unter Strom. Kunst und Elektrizität“ in der Shedhalle Zürich durchgeführt und während der Ausstellung als Audioinstallation vermittelt wird. In dem Kunstprojekt geht es um eine Art der exoakademischen Wissensgenerierung, die sich aus individuellen Zweier-Gesprächen der TeilnehmerInnen ergibt. Mittels eines vom Künstler programmierten und installierten autonomen Mobilfunknetzes werden während der Eröffnung Gespräche zwischen eingeladenen TeilnehmerInnen und dem Publikum geführt. Die Eingeladenen sind Menschen aus unterschiedlichen Bereichen von Wissen und Schaffen, Denken und Tun, Argumentieren und Experimentieren zum Thema Elektrizität und freier Energie. Im Ausstellungs­raum befinden sich circa 50 vorbereitete Fragekarten wie z.B. „Vor wem verbeugt sich das Elektron?“ mit entsprechenden Telefonnummern. Die privaten Zweier-Gesprächen werden aufgezeichnet und bilden so ein Archiv, das sich aus der Vielfalt der geführten Gespräche des Abends zusammensetzt.

Nach der Aktion und in der Ausstellung steht eine öffentliche Telefonnummer bereit, um sich ins Archiv einzuwählen und den Gesprächen zuzuhören. Inhalt der Gesprächschoreografie ist eine Sichtweise auf elektrischen Strom und Energie, die sich nicht in in erster Linie aus einem physikalischem Blickwinkel und einer technischen Wirkungsweise erschliesst, sondern Fragen nach Energie und Strom als etwas medial Konstruiertes stellt. Energie als vermischte Erzählung, die durch Kultur, Natur, Gesellschaft, Wissenschaft, Sehnsüchte, Wünsche und Vorstellungen erzeugt und bedingt wird. Im Projekt geht es weder um Wahrheitsfindung noch um konkrete Problemlösungen von Energiefragen, sondern um Wissensgenerierung durch Erzählungen. „Temporäre Präsenzen – Freie Energien“ versucht, einen opaken Ort zu schaffen, der eine Repräsen­tation für das Unfertige, Denkbare oder nicht Beweisbare möglich macht, in dem diese Geschichten neu gesprochen, weiter erzählt und immer neuzusammengefügt werden können.

Shedhalle
Rote Fabrik
Seestrasse 395
8038 Zürich

Freitag, 7. Oktober 2011, 19 Uhr

Mittwoch, 12. Januar 2011

der Raum der abwesenden Dinge

der Raum der abwesenden Dinge
Audio-Installation von Shusha Niederberger

Im Kabinett 1 des St. Urbanhofes ist Vergangenheit auf eine eigenartige Weise spürbar. Anders als in den anderen Räumen ist die Geschichte hier nicht sichtbar: keine Wandmalereien, keine Täfelungen, Boden und Fenster sind neu. Es ist etwas Abwesendes was hier wirkt, und das hat mich sofort interessiert.

Das Erzählen ist ein uralte Strategie mit Abwesendem umzugehen. In der Sprache findet das Abwesende einen Ort, aus dem heraus es wirksam werden kann.
Die Form dieser Erzählung ist eine für diesen Raum angefertigte Programmierung, ein technischer Text. Programmierungen sind selber Sprachen, die aus einer Abwesenheit heraus wirken: wir sind es gewohnt, mit programmierten Dingen umzugehen, aber nur Fachleute haben mit den zugrundeliegenden Texten zu tun.
Die Stimme erzählt über einen Programmtext von den Dingen, die diesen Raum geformt haben und die unsere Wahrnehmung des Raumes formen, sobald wir von ihnen wissen.

Die Stimme wird mit Körperschallwandlern direkt auf den Raum übertragen. Der Boden und die Bank werden zum Lautsprecher, der Raum selber spricht.

Die Installation ist auch ein Versuch über die Möglichkeiten von Programmiersprachen, als poetische sprachliche Objekte zu funktionieren.

15.01. – 13.03.2011
Eröffnung: 14.01.2011, 19:30 Uhr

St. Urbanhof, Theaterstrasse 9, 6210 Sursee
im Rahmen der Ausstellung „Aktuelle Kunst aus der Region 2011“

Shusha Niederberger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin für künstlerische Praxis
http://www.shusha.ch

Samstag, 20. März 2010

Aktuelle Projekte von Eran Schaerf

Twice upon a time

Installation in der Gruppenausstellung „Make the Most of Now“
Kunsthalle Exnergasse Wien, 25. März – 24. April 2010
Kurator: Max Benkendorff

www.wuk.at/event/id/14453

Mein Gedächtnis beobachtet mich

Film von Eva Meyer und Eran Schaerf

Ambulante – Travelling Film Festival, Mexiko
12. Februar – 6. Mai 2010
Kurator: Eduardo Thomas

www.ambulante.com.mx/2010/en/

Nichts wie jetzt (BR 2009)

Hörspielsendung in BR2, 9. April 2010

www.br-online.de/bayern2/hoerspiel-und-medienkunst/

Die Stimme des Hörers (BR 2002)

Installation beim Festival
Resonanzen 2010 – Festival fuer Hörkunst
15. – 17. April, 2010, Leipzig

www.resonanzen-leipzig.de

Nacktscanner

artist insert in: Du – Das Kulturmagazin
Ausgabe 804, März 2010

Kurator: Roman Kurzmeyer

www.du-magazin.com

Polizei-Feedback. Ein Interview mit René Magritte

Audiobeitrag in: Herbert Kapfer / Margit Rosen (Hrsgg.), Der Künstler als junger Hund. Peter Weibel Tribute
tribute albuminternedium rec. 044

www.intermedium-rec.com

Umgekehrte Assimilation. Das bis dahin und weiterhin nicht Gesehene

Text-Bild-Beitrag in: Beatrice von Bismarck (Hrsg.), Kunst, Sichtbarkeit, Ökonomie
Verlag für moderne Kunst Nürnberg

www.montag-stiftungen.com/elfenbeinturm4-publikation/

Montag, 21. September 2009

Ein schwebendes Verfahren

Vier im Rahmen des Seminars „Ein schwebendes Verfahren“ bei Alexander Tuchacek und Eran Schaerf entstandenen Hörspiele werden vom Bayerischen Rundfunk gesendet. Die Arbeiten von Milos Mihajlovic, Alida Müschen, Roman Schürch und Vlada Maria setzten sich alle mit dem Fall des jungen Türken Osman Keskin auseinander, der Silvester 1976 in Zürich aus nichtigem Anlass seine Eltern umbrachte.

30. Oktober 2009, 20:30 Uhr
> weitere Infos (inkl. Livestream)

Bereits im September gibt es eine Präsentation der Arbeiten im ZKM Karlsruhe geben:

LAW: Liebe Arbeit Wissen
Diskurs – Konzert – Hörspiel – Film

25. + 26. September 2009
Das Festival Liebe Arbeit Wissen ist eine gemeinsame Veranstaltung der Redaktion Hörspiel und Medienkunst des BR, des ZKM und des VMK.

> Programm

LAW