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Donnerstag, 25. Februar 2010

my Black Cat in San Sebastián

Bei der Ausstellung “Silicon Dreams. Art, Science & Technology” in San Sebastián zeigen Knowbotic Research die Arbeit “my Black Cat”.

Silicon Dreams. Art, Science & Technology

9 February – 21 March 2010
From Tuesday to Sunday 11:00-14:00/17:00-20:00. Free entrance

Silicon Dreams: Art, Science and Technology in the European Union explores the convergence of these three fields from the perspective of a group of artists who, in collaboration with scientists, researchers and technologists, offer us their particular vision of the marriage of these realms of knowledge.

The exhibition, organised on the occasion of the Informal Meeting of EU Ministers for Competitiveness under the auspices of the Spanish presidency of the Council of the European Union during the first six months of 2010, will take place at Tabakalera in Donostia-San Sebastián from 9 February to 21 March 2010.

Silicon Dreams showcases the work of the following artists: Boris Debackere, Christa Sommerer & Laurent Mignonneau, Etoy, Evelina Domnitch & Dmitry Gelfand, José Manuel Berenguer, Knowbotic Research, Marcel.lí Antúnez, Sachiko Kodama and Usman Haque.

www.suenosdesilicio.es
www.krcf.org

Quelle: www.tabakalera.eu

Freitag, 15. Januar 2010

BEAM ME UP

Ausstellung des Projekts BEAM ME UP im [plug.in] Basel mit Knowbotic Research (VMK-Dozenten) und Marc Lee (VMK-Absolvent)

Vernissage: Donnerstag 14.1.2010 um 18.00 Uhr
Ausstellung: 15.01.2010 bis 14.03.2010

Beam me up ist ein Projekt zum digitalen Welt-Raum und zu den wissenschaftlichen und künstlerischen Verkehrsmitteln, mit denen wir ihn erkunden. Die Architekten Morger + Dettli entwickeln für BEAM ME UP in den Räumen von [plug.in] einen architektonischen Eingriff.

Kunst- und Filmbeiträge zu BEAM ME UP

Alec Finlay, Byker/Newcastle; Hoio / Samuel Herzog, Zürich; Esther Hunziker, Basel; Jieming Hu, Shanghai; Knowbotic Research, Zürich; Zhenhua Li, Beijing; Agnes Meyer-Brandis, Köln; Jamie O’Shea, New York; Tania Ruiz Gutierrez, Paris; Keiichiro Shibuya, Tokyo; Alan Sondheim, New York; Monica Studer / Christoph van den Berg, Basel; Genxiong Tan, Shanghai; Joe Winter, New York; Carlo Zanni, Mailand; Marc Lee, Zürich.

Essays von

Guillaume Bélanger, Madrid; Martin Brauen, New York; Regine Buschauer, Zürich; Sarah Cook, Newcastle; Johanna Dombois, Köln; Joyanne English, Winnipeg; Stephan Günzel, Berlin; Stefan Riekeles, Berlin; Nils Roeller, Zürich; Richard Schindler, Freiburg/Breisgau; Reinhard Storz, Basel; Christina Vagt, Berlin.

Projekt-Kurator BEAM ME UP: Reinhard Storz, Xcult.org
Konzeptuelle Mitarbeit: Studer / van den Berg
Interface und Datenbank: Klaus Affolter, Basel
Kuratorische Mitarbeit: Sarah Cook, Newcastle; Stefan Riekeles, Berlin; Annette Schindler, Basel; Lansheng Zhang, Shanghai, Chandrika Grover, New Delhi.
Konzept und Realisation der Ausstellung: Reinhard Storz, Annette Schindler, Irene Grillo

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung
22. Januar 2010, 18-02 Uhr Museumsnacht:

Präsentationen mit Reinhard Storz, HOIO/Samuel Herzog und Monica Studer / Christoph van den Berg

18. Februar 2010, 18 Uhr
Künstlergespräch mit Knowbotic Research, Zürich: MacGhillie, just a void

4. März 2010, 18 Uhr
Vortrag von Christine Vagt, Berlin: Im Stadion – Heideggers Medien der Topologie

[plug.in], St. Alban-Rheinweg 64, 4052 Basel
Öffnungszeiten: Mi-So 13.00-17.00 Uhr

www.iplugin.org

Dienstag, 12. Januar 2010

/tmp/ – Vertiefung Mediale Künste

Martina Fritschy, haiku!

/tmp/ – Vertiefung Mediale Künste

Die Ausstellung /tmp/ versammelt Werke von Studierenden aus verschiedenen Semestern der Vertiefung Mediale Künste. Während drei Tagen wird damit eine ungenutzte Gewerbefläche in Altstetten durch Performances, Installationen und Videos künstlerisch eingenommen. Dabei befragen die verschiedenen Beiträge in unterschiedlicher Angehensweise und künstlerischer Umsetzung unter anderem die Verlässlichkeit von Informationsquellen und verschiedene mediale Übersetzungsmöglichkeiten.

Analog zu einem Computerbetriebssystem, bei welchem die Bezeichnung /tmp/ für ein temporäres Verzeichnis steht, erlaubt die Zwischennutzung eine vorübergehende räumliche Manifestation der künstlerischen Arbeiten bevor der Raum wieder seinem angestammten Zweck zugeführt wird.

Ausstellung “Vertiefung Mediale Künste” – ZHdK

Rautistrasse 77, 8048 Zürich (Tram 3 bis Siemens)

Eröffnung, Freitag, 15. Januar 2010, ab 18h

Öffnungszeiten:

Samstag 16.1.10 – Sonntag, 17.1.10, jeweils von 14-18h

Experimentalfilm + Performance + Linsensuppe:

Sonntag, 17.1.10 ab 16h

Mit Installationen, Performances und Videos von

Andrea Palamarcukova, Dionys Dammann, Stemmle Joris, Lucia Benson, Martina Fritschy, Oliver Brägger, Orlando Bloom, Oscar de Franco, Patrick Kull, Phillip Zuber, Rafael Adame, Sarah Christen, Tamara Widmer, Tobias Wirz, Yves Marx, Zoe Haene

Kuratiert und Moderiert von Andrea Thal & Domagoj Smoljo

Mittwoch, 06. Januar 2010

Magnetische Erfahrungen – Kunst begegnet Naturwissenschaft

Ausstellung im Katalogsaal der Zentralbibliothek Zürich vom 13. Januar bis 16. Juni 2010
Kuratiert von Prof. Dr. Nils Röller

Magnetische Erfahrungen

Ein Hirte namens Magnes soll die magnetische Anziehungskraft entdeckt haben, als er sich in Schuhen mit Eisennägeln und seinem eisenbeschlagenen Stock plötzlich nicht mehr von der Stelle rühren konnte. Von ihm, so berichtet Plinius, hat der Magnet seinen Namen erhalten. “Magnetismus” ist zunächst die Beschäftigung mit einem Stein, der besondere Eigenschaften besitzt, die sich auf Nadeln aus Eisen und Stahl übertragen lassen. Sie führt allmählich zu Vorstellungen einer magnetischen Kraft. Damit rücken Neigung und Abweichung als Begriffe bei Naturforschern wie bei Künstlern und Dichtern ins Zentrum des Interesses. Die Ausstellung dokumentiert Etappen der Erforschung der physikalischen Kraft. Sie erzählt Magnes’ Geschichte in Gedichten und zeigt in Text und Bild, wie sich das Wissen über den Magnetismus geformt hat. Vier Zürcher Künstlerinnen und Künstler der Gegenwart setzen sich in eigens für die Ausstellung entwickelten Werken mit den historischen Bilddokumenten auseinander.

Die Ausstellung beginnt mit Renaissancedrucken antiker Texte, die den Magnetstein mit einer Muse vergleichen, welche Dichter begeistert. Seit der Erforschung des Magnetismus in der frühen Neuzeit vermehren sich auch die Instrumente der Forscher und ihre Darstellungsmittel. Drucke von William Gilbert und Athanasius Kircher zeigen, dass mit der Verfeinerung der Kompassnadeln eine Vielzahl magnetischer Theorien und ihrer Illustrationen einsetzt. René Descartes nimmt sie auf, dessen Wirbeltheorie, wonach Partikel im Kosmos Planeten wie die Erde durchströmen, das 18. Jahrhundert beschäftigt. Diese Theorie wird von Emanuel Swedenborg experimentell geprüft und zeigt, wie durchlässig die Grenze zwischen naturwissenschaftlicher Erforschung nicht wahrnehmbarer Kräfte und Okkultismus sein kann. So war der Schritt zum “Mesmerismus” klein, der an künstliche Magnete, magnetische Wannen und kosmische Ströme zur Heilung glaubt. Neben der Medizin und der Wissenschaft setzen sich wiederum Dichter mit dem Thema auseinander: Jonathan Swift erfindet eine magnetische Insel, Jean Paul denkt über einen Planeten im Erdinnern nach.

Die Ausstellung dokumentiert, dass der Magnetismus auch eine visuelle Geschichte besitzt. Sie setzt mit dem Brief des Petrus Peregrinus ein, führt über Diagramme und frühe Darstellungen phantasievoller Maschinen bis in die Gegenwartskunst. In den Vitrinen und online kann der Besucher verfolgen, wie sich Judith Albert, Ian Anüll, Barbara Ellmerer und Yves Netzhammer anhand einzelner Dokumente mit Darstellungen magnetischer Kräfte beschäftigen. Unterstützt wird die künstlerische Produktion durch das Institut für Gegenwartskünste der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK).

Rahmenprogramm

13. Januar: Eröffnung und Begrüssung, Prof. Dr. Susanna Bliggenstorfer und Prof. Dr. Nils Röller, Kurator

17. Februar, 18.15 Uhr: Prof. Dr. Peter Bexte, “Magnetische Experimente in Bildern”

Peter Bexte forscht zur Geschichte der Naturwissenschaft. Sein Fokus ist die Funktion von Bildern bei der Theoriebildung. Ausgangspunkt seines Vortrags ist ein für die Ausstellung zentrales Dokument, und zwar William Gilberts Buch über den Magneten (London, 1600). Es setzte Standards in der Verwendung von Abbildungen. Die Frage stellt sich, ob und wie die Bilder die Experimente Gilberts gelenkt haben.

Dr. Peter Bexte ist Professor für Ästhetik an der Kunsthochschule für Medien Köln. Zum Thema veröffentlichte er u.a.: “Magnetische Diagramme: Gilberts Einübung ins indirekte Sehen”. In: Wimböck, Gabriele; Leonhard, Karin; Friedrich, Markus (Hg.): Evidentia – Reichweiten visueller Wahrnehmung in der Frühen Neuzeit. Münster: LIT Verlag, 2007

17. März: Prof. Dr. Siegfried Zielinski, Universität der Künste, Berlin, “Theologie des Magnetismus und der Elektrizität von der frühen Neuzeit bis zur Aufklärung”

14. April: Olaf Raederer, Koblach, “Der Mesmerimus: System der Wechselwirkungen – Ideen-geschichtliche Betrachtungen”

16. Juni: Diskussionsveranstaltung. Thema, Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden separat bekannt gegeben

Die Veranstaltungen finden bei freiem Eintritt jeweils um 18.15 Uhr im Vortragssaal der
Zentralbibliothek statt. Weitere Angaben unter www.zb.uzh.ch.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Piratenräume

Zürich

Piratenräume – Parcours und Release der Publikation

Entlang der Linie 4 und entlang der Limmatstrasse in Schaufenstern, Bibliotheken, Kneipen, Kinos … sind sie zu sehen, die 16 Arbeiten aus dem Projekt Piratenräume. Der gemeinsame Parcours beginnt am 5. Januar 2010 um 15 Uhr im Foyer der Vertiefung Mediale Künste, Sihlquai 131, und endet gegen 19 Uhr im Hotel Krone, Limmatquai 88.

Als Wegweiser zu den Arbeiten dient eine Publikation. Sie ist im VMK erhältlich. Beteiligt an Publikation und Parcours sind:

  • Lucy Benson
  • YuYu Chen
  • Gabriela Daedelow
  • Christof Gähwiler
  • Zoe Häne
  • Bianca Hildenbrand
  • Sophie Jung
  • Alexandra Ketsch
  • Yasmin Kiss
  • Natalie Mahdavi
  • Tyler Mangold
  • Pascal Marchev
  • Yves Marx
  • Thomas Meier
  • Ines Wuttke
  • Phillip Zuber

Piratenräume: Hauptstudiumsprojekt Herbst 2009
VMK Vertiefung Mediale Künste BA Medien & Kunst DKM ZHdK
Dozierende: Rosa Barba und Nils Röller

Alle Orte als Google Map: http://bit.ly/8iydZf

Dienstag, 06. Oktober 2009

VMK beim Shift-Festival

Die VMK freut sich beim diesjährigen Shift-Festival, das sich dem Thema Magic widmet, gleich zwei mal vertreten zu sein. Im Rahmen von shift in progress zeigt die Gruppe U5 ihre Arbeit Fashion Force und in der regulären Ausstellung ist GodMode der VMK-Mitarbeiterin Shusha Niederberger zu sehen.

www.shiftfestival.ch


U5 - Fashion Force

U5: Fashion Force (2009)

Fashion Force ist die Verbindung von Ornament und ausgedienter Technologie. Seit der Moderne zählt in unserer Kultur das Abstrakte und die reine Form. Seit einiger Zeit wird das Ornament wieder entdeckt und damit das archaische Schmuckbedürftnis des Menschen. Das Ornament in der Kultur ist religiös, zweckbestimmt und dekorativ. Vom Menschen Verehrtes wurde immer schon verziert: Tempel, Trachten, Meissner Porzellan. In der Tierwelt kann es etwas Überlebenswichtiges sein. Das Verzieren an sich ist Vergötterung eines Objektes. Und Technologie ist die Religion. Es grüsst U5

u5.92u.ch


GodMode

Shusha Niederberger: GodMode (2009)

Eine Installation zu den Zaubersprüchen der Programmiersprachen: eine externalisierte Selbstgesprächsanordnung lässt die Zeichen in ihren verschiedenen Medien zirkulieren und überspringen. Währenddem die Zeichen im Prozessor des Rechners direkt verarbeitet werden und als schwebendes Treppenhaus in der Animation ihre Runden drehen, nimmt der gemurmelte SourceCode derselben Animation den Umweg durch den Raum, lässt sich vom Besucher dreinreden und wirkt dann auf das Bild zurück. Nur hartnäckiges Schweigen aller Akteure kann das Geknäuel des Treppenplaneten wieder zur Spur verdünnen und diese langsam auflösen. Das Spiel mit der mit Selbstbeschwörung der Zeichen beginnt von neuem, die nächste Klasse ist dran. “Schrägstrich, Schrägstrich” sagt die Stimme und es folgen in plötzlich aufblitzender Klarheit inmitten eigenartig rhythmischem Gemurmel die Anmerkungen, welche die Programmiererin im Code hinterlassen hat.

Shift Talk: Sa, 24.10.2009, 16.30

www.shusha.ch

Samstag, 22. August 2009

U5 Weltmodell

Künstlergruppe U5

Ausstellung 21. – 28. August 2009
Eröffnung, 21. August 2009, 21 Uhr
Audioperformance von Thomas Meier
Galerie Mü, Müllerstrasse 47, Zürich

Segelschiffe Dubai / Foto: U5

Eine im Modell realisierte fantastische Weltanschauung der Künstlergruppe U5, deren formale Ausführung nicht als Globus, sonder zurück zu mittelalterlichen Vorstellungen der Welt als Scheibe entspricht, bietet dem Betrachter ein multimediales Kaleidoskop an Farbe, Form und Inhalt.

Auf einer 2×2 Meter grossen Platte auf Schulbänken verankert, erbaut sich eine Stadttopografie von mannigfaltiger Formensprache und Deutungsfreiheit. Kläranlage, Planetensee, Friedhof mit Stauraum für Knochen der Kriegsgefallenen, Kabelbinder-Eifelturm, Scientology Headquater mit Pool und Lovezone, Wiedereingliederungs- Anstalt mit bildender Kunst, Raupe im Goldenen Käfig, Maya Tempel, Supermarkt + Freizeitpark PSALM und und und …

Die funktionalen Gebäude wurden durch ein unübersichtliches Strassennetz verbunden, das gesäumt durch Strassenmasten die Stadt erleuchtet. Baumalleen, darunter auch ein Sunset-Boulevard mit Palmen aus Klettpflanzen, Parkanlagen und eine Gebirgskette mit unerwachtem, vulkanisiertem Ungeheuer sind weitere kleine Details aus dem Modell. In der Nachtansicht, bietet die Skyline ein fluoreszierender Farben- und Formenvielfalt, die es dem Betrachterauge unmöglich macht sich ein vollständiges Bild zu verschaffen oder einen Ruhepunkt fürs Auge zu finden. Fantastischer Realismus im Modellcharakter.

Die Frage, was den Reiz eines Weltmodells ausmacht, ergibt sich bei deren Betrachtung. Die Welt aus der Vogelperspektive gesehen, ist die Erkenntnis aus der Übersicht. Relationen werden kurz geschalten, um mittels der eigenen überdimensionierten Betrachterperspektive ein Gefühl der visuellen Vormachtsstellung zu erfahren. Doch trügt dieser Grössenwahn in diesem Weltmodell. Die Übersicht bleibt fern, zu dicht das Gesehene.

Sonne und Planetensee / Foto: U5

Die Eröffnung und Vernissage fand am 21. August 09 in der Galerie Mü statt und wurde von Thomas Meier mit einer Audioperformance begleitet und präsentiert. Dazu wurde eine Filmkamera installiert um eine zweite mediale Betrachtungsebene aus dem Modell heraus zu visualisieren. Das Modell wurde eine Woche davor von U5 in der Galerie Mü installiert und als Teil eines Work in progress, mitunter von temporär eingenommenen U5 Mitgliedern, bis zur Eröffnung fertig gestellt.

Text: Maya Minder

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Film: U5 und Thomas Meier

u5.92u.ch

Donnerstag, 16. April 2009

Pauline Baudry/Renate Lorenz: Salomania

29. April – 23. Mai 2009
Les Complices*, Anwandstrasse 9, 8004 Zürich

Salomania rekonstruiert einen Tanz: Den Tanz der Sieben Schleier aus dem Stummfilm Salomé von Alla Nazimova aus dem Jahr 1923. Gezeigt und geprobt werden auch Ausschnitte aus Valda’s Solo, das die Choreographin und Filmemacherin Yvonne Rainer 1973 entwarf, nachdem sie Nazimovas Film gesehen hatte. Die Installation beschäftigt sich mit Salome als einer Transgender-Figur und mit dem Motiv einer queeren Aneignung des Exotischen. Performer_innen sind Wu Ingrid Tsang und Yvonne Rainer.

Salomania, Film und Installation

Salomania, Film und Installation

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es eine Welle der Begeisterung für die Figur der Salome, die bald den Namen ‘Salomania’ erhielt. Frauen trafen sich und imitierten den Tanz der Sieben Schleier. Eine Reihe von Tänzerinnen wurde mit Darstellungen der Salome berühmt. Die Figur der Salome stand für unternehmerische Unabhängigkeit und sexuelle Freiheit und wurde zudem zu einer Ikone ‚sodomitischer’ Subjektivität.

Das Skript des Stummfilms Salome basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Oscar Wilde und folgt der biblischen Geschichte der jüdischen Prinzessin Salome. König Herodes begehrt seine jugendliche Stieftochter Salome. Sie wiederum interessiert sich für den Missionar, Johannes (den Täufer), der sie jedoch zurückweist. Sie entspricht dem Wunsch des Herodes, für ihn zu tanzen, und fordert als Lohn den Kopf des Johannes, der ihr auf einem Tablett präsentiert wird. Sie küsst den abgeschlagenen Kopf.

Die Installation Salomania greift Motive des Stummfilms wie die Choreographie der Blicke, das aktive Begehren von Salome und die Figur des Schleiers auf. Aber auch Elemente des Art Deco, die der Film zelebriert: Dieses vorherrschende Design der 20er und 30er Jahre verwendete moderne Werkstoffe und Bilder technologischen Fortschritts. Warum mischte es sie jedoch mit Materialien und Bildern des ‘Orientalischen’ wie Straußenfedern oder Palmen?

Während die entstehenden Bilder des ‚Fernen’ und des Technologischen als Teil kolonialer Politiken betrachtet werden können, die Betrachter_innen mit der ‘Fremdheit’ der Kolonien weiter bekannt machen und koloniale Vorherrschaft rechtfertigen sollen, wurden sie im Film Salomé zugleich transformiert. Sie sind hier als Bilder etabliert, die weibliche, queere oder Transgender-Phantasien erlauben: ein Raum zwischen den Geschlechtern und zwischen Orient und Okzident erscheint möglich.

Pauline Baudry ist Dozentin in der VMK.

Öffnungszeiten der Ausstellungen
Do, Fr, Sa: 14 – 18
und nach Vereinbarung über die Nummer 076 367 83 73 (Andrea Thal) oder info@lescomplices.ch
www.lescomplices.ch