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Sonntag, 01. September 2013

Sometimes it rained in the factory

Ausstellung von Kerstin Schrödinger und Mareike Bernien bei Les Complices*, Zürich

Sometimes it rained in the factory zeigt den Stand einer filmischen Untersuchung über die Herstellung, den Einsatz und die Indienstnahme von Farbe zur Zeit des Nationalsozialismus und die ihn betreffende Erinnerungspolitik. Mareike Bernien und Kerstin Schroedinger thematisieren die Bedingungen der Filmherstellung, die historischen Kontexte und materiellen Aspekte von Farbe im Film. Die Videoarbeit ist eine Bildforschung, die in und mit Archivmaterial performativ arbeitet und die Umdeutung und Neuschreibung von Bildpraktiken verfolgt. Geschichts- und Erinnerungsbilder werden in ihre Bestandteile zerlegt, um das sichtbar zu machen, was das Bild nicht zeigt.

Die Videoarbeit fragt uns, welche Rolle Farbe in der Politik des Nationalsozialismus gespielt hat. Wer stellte die Farbbilder her und was für ein Begriff von Täterschaft verbindet sich hiermit? Wie bedient sich Erinnerungspolitik der Farben oder Farblosigkeit? Welche ideologischen Sichtbarkeiten und Unsichtbarkeiten sind in das Farbmaterial eingeschrieben? Welche Rolle spielt Farbe in der Konstruktion von Erinnerung?

 

Ausstellung 19.09.2013 bis 12.10.2013 Do, Fr, Sa 14 – 18 Uhr
Les Complices*, Anwandstrasse 9, 8004 Zürich

Donnerstag, 07. Februar 2013

fm-scenario – Sendesprache – verdeckte Operation – Ansage – Fehler

„fm-scenario – Die Stimme des Hörers“ ist ein intermediales Projekt von Eran Schaerf, das das Internet als Produktionsort nutzt, um Inhalte für weitere Medien – konkret: Radiosendung, Ausstellung und Publikation – zu generieren. Den Ausgangspunkt des intermedialen Projektes bilden Eran Schaerfs Nachrichtenhörspiele, insbesondere Die Stimme des Hörers (2002), ein fiktiver Radiosender, der Höreranrufe annimmt.

Am 15. Februar 2013 eröffnet im Hartware MedienKunstVerein in Dortmund die zweite von derzeit fünf geplanten Ausstellungen des Projektes. Jede Ausstellung hat ihre eigene Struktur und ihre eigene Erzählung. Aus einem von Eran Schaerf bereitgestellten Archiv mit Audiomodulen erstellt eine Kuratorin eine Montage, die Eran Schaerf als Skript für eine Aufführung-für-die-Kamera dient. Diese Aufführung findet im Ausstellungsraum statt. Analog zur Produktion in Nachrichtenagenturen wird der Ausstellungsraum als Ort der Bildproduktion codiert.

Quelle und weitere Infos: www.hmkv.de

HMKV im Dortmunder U
Leonie-Reygers-Terrasse
D-44137 Dortmund

16. Februar 2013 – 01. April 2013
Eröffnung: Freitag, 15. Februar 2013, 19:00 Uhr

 

 

Montag, 14. Januar 2013

geostationäre Raumfahrt

Ausstellung von Olsen im Wäscherei Kunstverein Zürich

„Zwischen räumlich-visueller und zeitlich-akustischer Regelmässigkeit schafft die Installation ‚geostationäre Raumfahrt‘ von Olsen eine irritierend und zugleich elegant kühl gestaltete Erfahrungsmöglichkeit. Das zentrale, den Raum bestimmende, Objekt der Arbeit ist ein kreisrundes Bett. Es funktioniert als Zeiger, der unterschiedliche Takte übersetzt und erfahrbar werden lässt, und zwar die individuellen Geschwindigkeiten der himmlischen Körper über unseren Köpfen. Welches Objekt am Himmel, ein Satellit, der Mond oder die Venus den Takt bestimmen, das ist in dieser Installation wählbar. Je nach Wahl, wird die mechanische Geschwindigkeit des Himmelskörpers im Ausstellungsraum unterschiedlich spürbar.“ (Nils Röller)

Anschliessend an die ersten Fotos der Mondrückseite (Lunik 3, 1959) nimmt die unmittelbare Erforschung des Kosmos ihren Fortgang. Die Erreichbarkeit der Himmelskörper war bis dahin ein Raumfahrtproblem. Die Frage ob Träume unsere Gedanken und Gefühle (in einem geostationären Schlafgemach) nicht nur beeinflussen, sondern auch steuern können, ist noch klärungsbedürftig.

Die vorliegende Arbeit will durch Mutation menschlicher Sinnesorgane und nüchterne rechnerische Verfolgung aller scheinbar im Wege stehenden Naturgesetze und Vorstellungsschwierigkeiten zu der Erkenntnis beitragen, dass das Universum nie schläft:

Ermöglicht wird eine Nacht im Orbit verschiedener Himmelskörper zum Beispiel im Orbit des Merkur, des schnellsten Planeten in unserem Sonnensystem, oder im Orbit der Werkzeugtasche, welche Heidemarie Stefanyshyn-Piper am 18. November 2008 bei ihren Wartungsarbeiten an der ISS verloren hatte.

Möglich wird diese Reise durch ein drehbares Bett, das als Apparatur dient, um die Leistungsfähigkeit der natürlichen Sinnesorgane des Homo Sapiens zu erhöhen. Neben dem Bett befindet sich ein Monitor, auf welchem sich ein beliebiger Himmelskörper innerhalb und ausserhalb unseres Sonnensystems (Stern, Planet, Satellit, Weltraumschrott) auswählen lässt. Das Bett navigiert in die aktuelle Position des gewählten Himmelskörpers und dreht sich mit diesem mit.

Wäscherei Kunstverein Zürich
Dienerstrasse 70
8004 Zürich

Ausstellungsdauer: 24. – 27. Januar 2013

Vernissage: Mittwoch, 23. Januar 2013, 19 Uhr
Finisage + Weltraumfrühstück Sonntag 27. ab 11Uhr

Übernachtungsmöglichkeiten nach Anmeldung unter: mail@kunstvereinzuerich.ch

Sonntag, 23. Dezember 2012

Toxic Play in Two Acts

For their first solo presentation in the UK Boudry/Lorenz present the film installations Toxic (2012) and Salomania (2009) as a ‚toxic play in two acts‘, bringing together performances by Ginger Brooks Takahashi, Werner Hirsch, Yvonne Rainer and Wu Tsang, and a series of slippages between the improvised act and the staged performance in film.

Stepping in and out of suppressed or illegible moments, the Berlin-based artist duo Pauline Boudry/Renate Lorenz stage the actions of individuals and groups living – indeed thriving – in defiance of normality, law and economics. They produce performances for the camera which upset normative historical narratives and inclusions, as queer moments and figures across time are staged, projected and layered.

Curated by Electra

Source: www.southlondongallery.org/page/paulineboudryrenatelorenz

Dececember 14, 2012 – February 24, 2013

South London Gallery
65-67 Peckham Road
London SE5 8UH

Mittwoch, 14. November 2012

Transgression of Limits

Eine Grenze, egal ob auf gesellschaftlicher oder geographischer Ebene, definiert Zugehörigkeit und Normen und setzt um diese herum einen Rahmen. Innerhalb dieses Rahmens ist die Freiheit gegeben, aber nur so weit, wie es diese Einfassung zulässt. Der innere Bereich wird als eigen und zugehörig angesehen, während alles ausserhalb liegende gleichzeitig als anders und fremd gilt. Grenzen können sowohl sichtbar durch Markierungen auftreten, als auch imaginär nur als Vorstellung existieren. Insofern bedeutet Grenzüberschreitung aus diesem Rahmen herauszutreten.

Die Ausstellung untersucht die verschiedenen Formen dieser Grenzüberschreitung, sowohl auf geographischer, gesellschaftlicher als auch politischer Ebene. Es werden fotographische, installative und performative Auseinandersetzungen verschiedener KünstlerInnen des Departements Kunst und Medien der Zürcher Hochschule der Künste gezeigt, die sich mit dieser Thematik befassen.

Simone Anger
Pascal Sidler
Sally Schonfeldt
Paula Tyliszczak
Petra S.

Vernissage: 16. November 2012, 18 Uhr
Finissage: 22. November 2012, 17 Uhr

Galerie 201, Sihlquai 125, 8005 Zürich
Ausstellungsdauer: 17. bis 22. November 2012
Öffnungszeiten: Fr., Sa., Di. bis Do. 16 bis 19 Uhr

www.import—export.ch

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Max Daetwyler (1886 – 1976) – Was wa(h)r

Die Vertiefung Mediale Künste freut sich, dass nach der Gruppenausstellung „unberechenbar nah“ Anfang des Jahres jetzt die erste Einzelausstellung von VMK-Alumnus Patrick Kull im Kunstraum Kreuzlingen zu sehen ist.

Kulls Auseinandersetzung mit dem Friedensaktivisten Max Daetwyler wurde im letzten Jahr bereits mit dem Förderpreis der ZHdK ausgezeichnet. In der experimentellen Ausstellung werden die Grenzen zwischen Dokumentation und Fiktion ausgelotet, wenn Kull gleichzeitig als Künstler und Kurator auftritt.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit Beiträgen von Nils Röller, Stephan Bosch und Ute Christiane Hoefert.

Kunstraum Kreuzlingen & Tiefparterre
Bodanstrasse 7a
8280 Kreuzlingen
www.kunstraum-kreuzlingen.ch

10. November 2012 – 27. Januar 2013

Vernissage 9. November um 19.30 Uhr
mit Ute Christiane Hoefert, Gastkuratorin

Mittwoch, 12. September 2012

fm-scenario & Echo Chamber

Im Rahmen der Ausstellung „Between Walls and Windows. Architektur und Ideologie“ ist im Berliner Haus der Kulturen der Welt noch bis zum 30. September Eran Schaerfs Projekt „fm-scenario – where palms stand – mask – delay“ zu sehen oder besser zu hören.

Eran Schaerfs Projekt nimmt die Verfasstheit der Massenmedien sowie die durch sie bedingte Raumproduktion in den Blick. Das Projekt stellt auf fm-scenario.net ein Audioarchiv mit Höreranrufen, Features und Nachrichten zur Verfügung, aus dem die Nutzer eigene Geschichten zusammenstellen können. Eine dieser Montagen bildet Ausgangsszenario für Schaerfs Installation. Angesiedelt in den Dolmetscherkabinen des Hauptkonferenzraums, einer Architektur, die Übersetzungsprozesse spiegelt, lässt sie die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion, Sender und Empfänger, Nutzer und Autor verschwimmen.

Quelle: www.hkw.de

Die Hörspielfassung der Arbeit wurde vom Bayerischen Rundfunk produziert und ist online verfügbar: www.br.de

Ausserdem ist in der Zwinger Galerie in Berlin die Einzelausstellung „Echo Chamber (Lakoste spielt keine Rollex)“ zu sehen.

8. September bis 3. November 2012
Mansteinstrasse 5
10783 Berlin
www.zwinger-galerie.de

Dienstag, 21. August 2012

Rosa Barba im Kunsthaus Zürich

Rosa Barba, Western Round Table, 2007 Courtesy of the artist, carlier | gebauer, Berlin, und Giò Marconi, Mailand © 2012 ProLitteris, Zürich

Im Rahmen der Ausstellung „Time as Perspective“, die noch bis zum 9. September zu sehen ist, lädt Kuratorin Mirjam Varadinis zu einem Gespräch mit der ehemaligen VMK-Dozentin Rosa Barba ein.

29. August 2012, 18 bis 21 Uhr
Kunsthaus Zürich
Heimplatz 1
8001 Zürich

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.kunsthaus.ch/de/ausstellungen/aktuell/rosa-barba/

Text von Dietrich Roeschmann zur Ausstellung: www.artline.org/?p=detail&id=11035&back=home&L=0

Text von Nils Röller zu den Arbeiten von Rosa Barba: www.romanform.ch/?page_id=17

Montag, 30. April 2012

A Play for Recorded Voices

Ausstellung und Veranstaltungen
A Play For Recorded Voices
Romy Rüegger

Die Ausstellung geht von Gesprächen aus, die von der Künstlerin in den Monaten vor der Ausstellung in den Räumen von Les Complices* geführt wurden. Anhand dieser Recherche zu Formen des Zitierens, Wiederholens und Inszenierens in Wissenschaft und Kunst und den darin angelegten Artikulations- und Handlungsmöglichkeiten arbeitet die Ausstellung am Verhältnis von gesprochener und geschriebener Sprache, von Laut, Zeichen und Bedeutung. Der entstandene, aus Sprache, Bild und Klang bestehende Text wird in der Ausstellung in eine Raumsituation übersetzt, die mit Raumelementen und Bild- oder «Performancehintergründen» als fragmentarische Installation funktioniert in und auf der Zeichen und Klänge auftreten, welche das Verhältnis von Wiederholung, Zitat und subversiver Geschichts-schreibung als Kreuzung von Interviewpraxis und experimentellem Umgang mit Sprache aufgreifen.
Die Audiospuren werden von Personen die sich im Umfeld der Künstlerin und von Les Complices* bewegen aufgesprochen. Sprecher_innen: Anne-Käthi Wehrli, Bettina Stehli, Petra Elena Köhle, Riikka Tauriainen, Nicolas Vermot Petit-Outhenin, Georg Ruthishauser, Romy Rüegger, Salomé Golliez, Anna Frei, Andrea Thal. Ausgehend von diesem Material werden vor und während der Ausstellung weitere Eingeladene zu Interpretations-, Schreib- und Performancepartner_innen.

Eröffnung: Mittwoch, 25. April 2012, ab 18 Uhr
Ausstellung bis 19. Mai 2012
Do, Fr, Sa 14 – 18 Uhr

Performative Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung
adding, transforming, performing, reading the exhibition

An drei Abenden wird die Ausstellung von Romy Rüegger gemeinsam mit weiteren Gästen szenisch aktiviert: Audioelemente werden zu Zuspielungen, Aufzeichnungen als Dialoge inszeniert, Raumelemente agieren als «sprechende» Bedeutungsträger. Das in der Ausstellung vorhandene Material wir dabei in jeder der performativen Veranstaltungen neu und anders kombiniert und um live Elemente ergänzt.

Mittwoch, 2. Mai 2012, 19 Uhr
Fussnoten
Karen Geyer, Grauton

schichten I
Anna Papst und Daniela Weinmann

Mittwoch, 9. Mai 2012, 19 Uhr
schichten II
Anna Papst mit Jeanne Werner

reread – nochmal der Text ein anderer
Romy Rüegger mit Andrea Brunner

Donnerstag, 17. Mai 2012, 20 Uhr
Schöner Lesen liest die Ausstellung

Mittwoch, 04. April 2012

Toxic

Toxic arises from Boudry and Lorenz’s interest in the performances of Jack Smith and the “Theater of the Ridiculous” in the 1960s and 1970s, which formulated an anarchic and outrageous critique of capitalism and normal bodies, by integrating self-referential aspects into his stage shows.

In 2012 Les Laboratoires d’Aubervilliers are inviting the Berlin artists Pauline Boudry and Renate Lorenz. Their work revisits documents from the past, photographs or films, searching history for erased or illegible “queer” moments. This work presents corpora capable not only of traveling across epochs, but also of imagining links between those epochs, so foreshadowing the possibility of a queer future. Through their films and installations, the artists appropriate historical images to allow a displacement or a skewing of authority and the means that lead to knowledge.

These questions are at the heart of their new project Toxic, which will take the form of an installation with film, devised in collaboration with the performers Ginger Brooks Takahashi and Werner Hirsch, and a seminar, presented at Les Laboratoires d’Aubervilliers as part of the events accompanying La Triennale. The discourse on toxicity installs violent hierarchies between normal and non-normal/queer bodies, between abled bodies and nonabled bodies, between “us” and “strangers”, middle-class bodies and working-class bodies. And what happens if another technology and its history (film camera and images instead of chemical substances) is focused from a perspective of toxicity? While the cinematic apparatus tries to allow for unmediated objectivity and knowledge about “stranger danger” (Sara Ahmed, 2000), it might–as dirty and uncanny by-products–also produce ec/static bodies and queer connections.

http://www.latriennale.org/