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Donnerstag, 11. November 2010

Post / Porn / Politics

Digitaler Salon mit Tim Stüttgen

Warum Porno gucken? Warum nicht? Oder warum nach anderen Pornos suchen? Wie Sex-Performance theoretisieren? Wie andere Körper produzieren?

Wie kritische Lüste feiern? Wie zensurlos kritisieren? Warum den Fetisch feieren? Wie Pornographie diskutieren? Wie Pro-Sex-Feminismus und Queerismus connecten? Wie Entfremdung sexualisieren? Warum Theorie und Praxis verkomplifizieren? Warum ist Macht sexy? Und warum der Körper ein Opfer kapitalistischer Vergesellschaftung? Warum nicht lieber anders ficken, anstatt Naturzustände zurückzuersehnen?

Ein Vortrag, der Sex als Kulturproduktion diskutieren und problematisieren soll.
Mit Filmausschnitten von Bruce La Bruce, Annie Sprinkle und der Post Porno-Szene Barcelonas.

Tim Stüttgen ist Autor_in, Aktivist_in und Performer_in. Er hat Filmwissenschaften, Gender Studies und Queer Theorie studiert. 2006 veranstaltete er das interdisziplinäre Symposium „Post Porn Politics“ an der Berliner Volksbühne, zu dem im November 2010 der von ihm herausgegebene Reader „Post Porn Politics“ erschien ist. Er performt als Drag Queen Timi Mei Monigatti im queeren Underground, im Kunstkontext sowie an den Rändern der Popkultur.

Mittwoch, 17. November 2010, 17:30 Uhr
Vertiefung Mediale Künste, Sihlquai 131

Montag, 25. Oktober 2010

Eigenes Material wie fremdes erscheinen lassen – der Einsatz der Bilder in Filmen Chris Markers

Digitaler Salon mit Barbara Filser

Dienstag, 2. November 2010, 19 Uhr
VMK, Sihlquai 131, 8004 Zürich

Am Schneidetisch, so der Found-Footage-Filmemacher Bruce Conner über seine Vorgehensweise, werde jegliches Material zu fremdem Material, ungeachtet dessen, ob die Aufnahmen von jemandem anderen oder ihm selbst gemacht wurden. Dasselbe lässt auch über den Einsatz der Bilder in einigen der bekanntesten Arbeiten des französischen Filmessayisten Chris Marker sagen: Immer wieder erscheinen darin auch die eigenen Aufnahmen wie fremdes Material oder werden sogar wie solches präsentiert.

Das Verfahren mit dem Bildmaterial, das eine solche „Verfremdung“ bewirkt, wäre ausgehend von der Praxis filmischer Kompilation als eine Art Wiederaneignung zu beschreiben. Wie diese funktioniert und was sie für die jeweiligen Bilder und den Film bedeutet, soll im Vortrag an verschiedenen Beispielen untersucht werden.

Chris Marker, Sans Soleil, 1982 (Standbild)

Barbara Filser studierte Kunstgeschichte bzw. Kunstwissenschaft in München und Karlsruhe und war als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe und am Edith-Ruß-Haus für Medienkunst in Oldenburg tätig. Sie promovierte 2007 an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe mit einer Arbeit zu bildtheoretischen Aspekten in Filmen von Chris Marker (erschienen im Frühjahr 2010 unter dem Titel „Chris Marker und die Ungewissheit der Bilder“). Zuletzt war sie Postdoktorandin am Graduiertenkolleg „Mediale Historiographien“ der Universitäten Erfurt, Jena und Weimar mit einem Forschungsprojekt zur Dokumentarfotografie.

Montag, 27. September 2010

Gabriel Hase präsentiert die Plattform politnetz.ch

Kann das Internet mehr Transparenz, Partizipation und Demokratie ermöglichen?

Die Plattform politnetz.ch versucht seit einem Jahr genau dies zu erreichen. Sie richtet sich an BürgerInnen, PolitikerInnen und alle dazwischen. In Politnetz diskutieren BürgerInnen und PolitikerInnen auf Augenhöhe. Durch die Interaktion der Benutzer Innen entsteht ein Netz, welches die politischen Themen der Schweiz widerspiegelt sowie deren Akteure identifiziert und vernetzt.

Im Rahmen des Digitalen Salon soll diskutiert werden, welchen Einfluss diese Formen von neuen Medien und Netzen auf etablierte Politik haben. Was bedeutet Transparenz für die Politik? Welche Vorteile und Gefahren birgt eine stärkere Bürgerpolitik ermöglicht durch Internetmedien?

Gabriel Hase ist Alumni der VMK und arbeitet aktuell als Software Architekt bei Politnetz.

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 18 Uhr
Sihlquai 131, Foyer 1. Stock

Mittwoch, 01. April 2009

Die Kunst stirbt nicht an der Technik. Künstler, Wissenschaftler und Computertechnologien der 1960er Jahre

Digitaler Salon mit Margit Rosen

Dienstag, 28.04.2009, 18:00 Uhr
VMK, Raum 1.7, Sihlquai 131, 8005 Zürich

Seit fast 50 Jahren experimentieren Künstler mit Computertechnologie. Die Veranstaltung widmet sich dieser weitgehend unbekannten Geschichte eines künstlerischen Mediums. Es werden Beispiele präsentiert für den Versuch, diese Technologie für künstlerische Zwecke symbolisch und technisch umzuformen sowie für die Kritik an, aber auch die Identifikation mit den Produktionsbedingungen der automatisierten Industriegesellschaft.

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Über Ausstellungen und Werke wird ausserdem die Geschichte des Einflusses der Philosophen und Kuratoren erzählt, die für wenige Jahre die Kunstgalerien für jene Zeichnungen, Filme und Skulpturen öffneten, die mehrheitlich aus den Rechenzentren der Universitäten und Konzerne kamen. Das Beispiel zeigt die historischen Bedingungen, unten denen Wissenschaft und Technik Zugang gewährt wurde zur Welt der Kunst.

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Margit Rosen studierte Kunstwissenschaft, Philosophie, Politische Wissenschaften und Medienkunst in München, Karlsruhe und Paris. Sie ist mit Unterbrechungen seit 1999 als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin am ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe tätig, arbeitete als Kuratorin an der lothringer13/halle in München und unterrichtete an der HfG Karlsruhe und der Donau-Universität Krems. Seit 2004 widmet sie sich der Frühzeit der künstlerischen Nutzung der Computertechnologie. Zuletzt kuratierte sie mit Darko Fritz und Peter Weibel am ZKM die Ausstellung „bit international. [Nove] Tendencije, Computer und visuelle Forschung“. Sie veröffentlicht zu den Themen zeitgenössische Kunst, Fotografiegeschichte sowie Kunst und Technik.

Dienstag, 17. März 2009

Hörspiel als Kunst im Massenmedium

Digitaler Salon mit Herbert Kapfer

Donnerstag, 02.04.2009, 18:00 Uhr
VMK, Raum 1.7, Sihlquai 131, 8005 Zürich

Laurence Rickels und Eva Meyer in FLASHFORWARD, Eva Meyer/Eran Schaerf, 2004

Laurence Rickels und Eva Meyer in FLASHFORWARD, Eva Meyer/Eran Schaerf, 2004

Pioniertagen des Rundfunks kontinuierlich entfalten bzw. behaupten. Performance, Radio-Oper, audiovisuelle Produktion und Installation haben seit den 1990er Jahren das Handlungsfeld des Genres Hörspiel stark erweitert. Jenseits der klassischen Produktion im Hörspielstudio und der Veröffentlichung des Hörspiels, die sich auf die Sendung im Rundfunk beschränkte, entwickelten sich Ansätze einer medienübergreifenden Praxis, die vor allem durch Kooperationen mit Institutionen des Bühnen- und Kunstbetriebs möglich wurde.

Herbert Kapfer ist Leiter der Redaktion Hörspiel und Medienkunst des Bayrischen Rundfunks, München

Montag, 02. März 2009

Lorenzo Brusci. Klangskulptur – Raumklang – Mediale Netze

Digitaler Salon

Dienstag, 10.03.2009, 20:00 Uhr
VMK, Raum 2.3, Sihlquai 131, 8005 Zürich

Lorenzo Brusci

Zur Transformation von Orten durch künstlerische Interventionen

Der italienische Sound- und Erlebnis-Designer Lorenzo Brusci hat zusammen mit anderen Künstlern ein Netzwerk ins Leben gerufen, das sich auf die Auseinandersetzung mit der Gestaltung menschlicher Lebensräume spezialisiert hat. Dabei kommt das Design von visuellen Medien und Sound ebenso zum Einsatz wie das von Umweltinteraktionen, um multisensorische Erfahrungsräume zu schaffen.

Brusci ist ausserdem Gründer der konzeptuellen Musikgruppe Timet und des Umwelt-Design-Teams Giordino Sonoro. Seit 2007 leitet er in Krakow und Berlin das Studio SED (Sound and Experience Design).

Sonntag, 01. März 2009

Ravi Agarwal. An Artist and An Activist

Digitaler Salon

Dienstag, 10.03.2009, 17:00 Uhr
VMK, Raum 2.3, Sihlquai 131, 8005 Zürich

Ravi Agarwal

Ravi Agarwal lebt und arbeitet in Neu Delhi (Indien) als Künstler und Umweltaktivist. Dabei ist Photographie wesentlicher Bestandteil seines Anliegens.

Er war Teilnehmer der Documenta XI (2002). In neueren installativen Arbeiten thematisiert er Urbanität und Umwelt und entwickelt dabei eine „persönliche Ökologie“. In den letzten Monaten nahm Ravi teil an:
The Nature of the City,
48°C Public.Art.Ecology, New Delhi,
Indian Highway, London.

www.raviagarwal.com

Montag, 01. Dezember 2008

Between Reality and the Impossible

Digitaler Salon mit Anthony Dunne

Donnerstag, 11.12.2008, 18:00 Uhr
VMK, 2. Stock, Zimmer 2.3, Sihlquai 131, 8005 Zürich

Blood/Meat Energy Future

Blood/Meat Energy Future

Anthony Dunne is professor and head of the Design Interactions department at the Royal College of Art, and a partner in the design practice Dunne & Raby. His work with Fiona Raby uses design as a medium to stimulate discussion and debate amongst designers, industry and the public about the social, cultural and ethical implications of existing and emerging technologies. He is the author of Hertzian Tales (The MIT Press) and co-author, with Fiona Raby, of Design Noir (Birkhäuser).

Their work has been exhibited at MoMA, the Pompidou Centre, and the Science Museum in London and is in the permanent collections of MoMA, V&A, FrAC and FNAC. He has consulted for Sony, Philips Design, National Panasonic and France Telecom.

Freitag, 01. Februar 2008

Artist Talk. Rosa Barba

Digitaler Salon

Mittwoch, 25.02.2009, 17:00 Uhr
VMK, Raum 2.3, Sihlquai 131, 8005 Zürich

Rosa Barba studied Film and Visual Arts. She has an interest in unusual sites or unlikely situations. In her own words, her filmic vision is „attracted by monumental leftovers, with a weakness for margins, interstices and interludes, and for remote architectural objects which have lost sight of – although not completely lost – the human.“ The locations portrayed in her works range from military test sites in the Mojave Desert, to concrete igloos in the woods near Mount Vesuvius awaiting catastrophe to fulfill their purpose, to an island whose inhabitants are attempting to stop the seaward drift of their homes. Impending menace is present in many of her works, but it is often punctuated by relics of modernist faith in technology or progress.

Printed Cinema #8 "They Shine"

Printed Cinema #8 "They Shine"

Barba’s work has been exhibited extensively at international film competitions, art biennales, art museums and galleries mostly in Europe. She has been invited to residencies like the Rijksakademie van Beeldende Kunsten in Amsterdam, the Baltic Art Center in Visby, Sweden, IASPIS in Stockholm and the Villa Aurora in Los Angeles. In 2004 she received the New Media Special Award from the International Festival of New Film, Split, Croatia, the Installation Award at the Images Festival 2005 in Toronto, The HAP Grieshaber Prize, Kunstfond Bonn in 2006 and the Prix du Centre pour l’image contemporaine, Gèneve at the 12th Biennale of moving Image in 2007.

She currently lives in Berlin.

www.rosabarba.com