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Mittwoch, 29. Januar 2014

Rainbow’s Gravity

a film by Mareike Bernien and Kerstin Schrödinger

at the 64th Berlinale

8th of February, 3pm at Kino Arsenal 1, Berlin

further more there will be five screenings in the Videolounge at Berlinische Galerie
7th, 9.th, 11.th, 13.th and 15.th of February
all at 1pm

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Rainbow’s Gravity is a cinematic study on the Agfa-Color-Neu colour film stock made in Nazi Germany. Along its three layers of emulsion, the film digs deep into the escapist colourised landscape of this time and asks for the material requirements, retentions and ideological continuities of the Agfacolor palette.
The film sequences, projected in the former production line, dismantle not only themselves, but also our view accustomed to historicise. Those scenes aim to visualise what the colour does not show. The film tries to realise, not only how it had been – in the darkrooms of the Agfa film factory – but also how it can be possible at all to face this reality today within film, in images and movements without a final or even conciliatory view of the past.

Rainbows Gravity ist eine filmische Untersuchung über den im nationalsozialistischen Deutschland hergestellten Agfa-Color-Neu-Film. Entlang seiner drei Farbemulsionsschichten gräbt sich der Blick dieses Filmes tief in die eskapistische Farbbildlandschaft dieser Zeit und fragt nach den materiellen Vorraussetzungen, ideologischen Einlagerungen und Kontinuitäten der Agfa-Farbpalette.
Die in den ehemaligen Produktionsstätten projizierten Bilder zerlegen dabei nicht nur sich selbst, sondern auch das an Historisierung gewöhnte Auge und versuchen das sichtbar zu machen, was die Farbe nicht zeigt. Dabei versucht der Film nicht nur zu ertasten, wie es gewesen ist, – in den Dunkelkammern  der Agfawerke – sondern wie es überhaupt möglich sein kann, sich dieser Realität heute filmisch, bildlich, performativ zu vergewissern ohne einen abschließenden oder gar versöhnlichen Blick auf die Vergangenheit zu werfen.

Written, directed, edited and produced by Mareike Bernien and Kerstin Schroedinger
Performers: Berit Ehmke, Hanna Bergfors, Mayan Printz, Michał Głazik, Tanja Kämper
Director of photography: Smina Bluth
Light: Wassan Ali
Set Design and Costume: Wibke Tiarks
Sound Recording: Birte Gerstenkorn
Sound Assistant: Olivia Oyama
Soundtrack: Wibke Tiarks
Catering: Mitch Andrade
Mastering: Miles Whittaker
Colour Correction: Sebastian Bodirsky

Sonntag, 01. September 2013

Sometimes it rained in the factory

Ausstellung von Kerstin Schrödinger und Mareike Bernien bei Les Complices*, Zürich

Sometimes it rained in the factory zeigt den Stand einer filmischen Untersuchung über die Herstellung, den Einsatz und die Indienstnahme von Farbe zur Zeit des Nationalsozialismus und die ihn betreffende Erinnerungspolitik. Mareike Bernien und Kerstin Schroedinger thematisieren die Bedingungen der Filmherstellung, die historischen Kontexte und materiellen Aspekte von Farbe im Film. Die Videoarbeit ist eine Bildforschung, die in und mit Archivmaterial performativ arbeitet und die Umdeutung und Neuschreibung von Bildpraktiken verfolgt. Geschichts- und Erinnerungsbilder werden in ihre Bestandteile zerlegt, um das sichtbar zu machen, was das Bild nicht zeigt.

Die Videoarbeit fragt uns, welche Rolle Farbe in der Politik des Nationalsozialismus gespielt hat. Wer stellte die Farbbilder her und was für ein Begriff von Täterschaft verbindet sich hiermit? Wie bedient sich Erinnerungspolitik der Farben oder Farblosigkeit? Welche ideologischen Sichtbarkeiten und Unsichtbarkeiten sind in das Farbmaterial eingeschrieben? Welche Rolle spielt Farbe in der Konstruktion von Erinnerung?

 

Ausstellung 19.09.2013 bis 12.10.2013 Do, Fr, Sa 14 – 18 Uhr
Les Complices*, Anwandstrasse 9, 8004 Zürich