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Samstag, 17. August 2013

What are we aware to share?

Im Rahmen der diesjährigen Oslo Night im Basler Dreispitz-Areal lädt das Haus für elektronische Künste auch zu einem Workshop für Jugendliche und Erwachsene mit VMK-Dozent Alexander Tuchaček ein.

Haus für elektronische Künste Basel
Oslostrasse 10
Basel / Münchenstein

24. August 2013, 18:30- 20:00

 

Wer kann wie beobachten, was wir im Netz tun? Welche Spuren hinterlassen wir bewusst und unbewusst im Netz und wer kann sie verfolgen? Der Künstler Alexander Tuchaček stellt verschiedene Netzstrategien und Tools vor, mit denen eine andere Sicht auf den digitalen Raum möglich wird und stellt sich gemeinsam mit den Teilnehmenden Fragen, wo die Grenzen zwischen privat und öffentlich verlaufen und wessen Interessen dort im Spiel sind.

Angesichts des gerade bekannt gewordenen Prism-Skandals besteht die einhellige Meinung, dass die Privatsphäre vor dem Zugriff des Staates und der Geheimdienste geschützt werden soll. Was ist aber mit den geteilten, gemeinschaftlichen Räumen und Informationen, die sich gerade durch das Internet immens vergrössern. Gerade Räume wie Foren und soziale Plattformen bauen sich zusammen aus den Beiträgen der User. Wer macht sich wie für Gemeinschaftsgüter und Gemeinschaftsräume stark?

Im dem Workshop zeigt Alexander Tuchaček an praktischen Beispielen wie im Netz die Grenzen zwischen privat und öffentlich, zwischen wirtschaftlichen, politischen und staatlichen Interessen opak sind. Er stellt verschiedene Netzstrategien und Tools vor, mit denen eine andere Sicht auf die digitalen Handlungsräume möglich wird.
Der Workshop ist für eine aktive Beteiligung gedacht, dafür bitte einen Laptop oder Smartphone mitbringen.

Quelle und weitere Infos zur Oslo Night: www.haus-ek.org

Montag, 05. Dezember 2011

Digitale Kunst als Intervention, Innovation oder interdisziplinäre Wissenschaft?

Gordan Savičić, Constraint City (2007)

Digitale Kunst als Intervention, Innovation oder interdisziplinäre Wissenschaft? Vom Web2.0-Startup bis hin zum Critical Engineering, über Selbstinitiativen und kollaboratives Scheitern. Der Wiener Medienkünstler Gordan Savičić präsentiert eine Auswahl seiner Arbeiten und Projekte, welche Medien sowohl kritisch als auch spielerisch hinterfragen und enthüllen. Savičić wird in seinem Vortrag unter anderem die „Web 2.0 Suicide Machine“ vorstellen, welche letztes Jahr für einige Aufregung sorgte – eine Machine, welche zum digitalen Selbstmord aufruft und Facebook-Accounts rückstandsfrei entsorgt.

Gordan Savičić
www.yugo.at/processing

The Web 2.0 Suicide Machine
www.suicidemachine.org

Constraint City
pain.yugo.at

Gordan Savičić (1980) ist fasziniert von Fragen und Problemen, welche unsere zeitgenössische Kultur und Gesellschaft aufwerfen – sowie die Effekte von neuen Medien auf das Subjekt/Objekt und ihre tiefen sozialen Auswirkungen. Das Virtuelle ist nicht „non-real“, sondern „more-real“. Savičić hat an der Universität für angewandte Kunst in Wien und am Piet Zwart Institute in Rotterdam studiert. Seine Projekte haben Nominierungen und Preise auf internationalen Medienfestivals erhalten und wurden mehrfach ausgestellt. Savičić lebt und arbeitet in Lausanne und Berlin.

Montag, 12. Dezember 2011, 18 Uhr
Vertiefung Mediale Künste
Sihlquai 131
8005 Zürich

Donnerstag, 24. November 2011

Information und Erfahrung

Bianca Hildenbrand, Materialisierungstool

Die Regionale 12 im Kunstverein Freiburg (D) geht der Frage nach, wie zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler mit der von digitaler Internetkultur geprägten Welt umgehen. Mit dabei sind auch die VMK-Alumnae Bianca Hildenbrand und Sophie Jung.

25. November 2011 – 8. Januar 2012
Vernissage: Freitag, 25. November .2011, 20 Uhr
Dreisamstrasse 21, 79098 Freiburg i. Br.
www.kunstvereinfreiburg.de

Im Ausstellungsraum Klingental zeigt Bianca Hildenbrand dazu ausserdem eine neue Performance.
Samstag, 17. Dezember 2011, ab 18 Uhr
Kasernenstrasse 23, 4058 Basel
www.ausstellungsraum.ch

Montag, 24. Januar 2011

Wie gefährlich ist die Wahrheit?

Polit-Talkshow mit Felix Stalder, VMK Dozent, zu WikiLeaks

Die Online-Plattform WikiLeaks enthüllt weiter: Nach der Veröffentlichung hunderttausender vertraulicher Berichte des US-Außenministeriums Ende letzten Jahres outete sich kürzlich der Schweizer Banker Rudolf Elmer als WikiLeaks-Informant, und übergab dessen Gründer Julian Assange zwei CDs mit geheimen Kundendaten – nun zittert die gesamte Bankenwelt vor neuen Enthüllungen.

Was ist im Zeitalter der modernen Informationstechnologie überhaupt noch geheim, wie viele Geheimnisse braucht ein Staat oder eine erfolgreiche Diplomatie, wie gefährlich kann die Wahrheit werden, und ist totale Transparenz wirklich erstrebenswert? Über all diese und weitere Fragen diskutiert Moderator Johannes Willms beim aktuellen Talk im Hangar-7 mit Experten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Quelle: www.servustv.com

Eine Aufzeichnung der Sendung mit Felix Stalder vom 20. Januar 2010 liegt auf www.servustv.com.

Montag, 27. September 2010

Gabriel Hase präsentiert die Plattform politnetz.ch

Kann das Internet mehr Transparenz, Partizipation und Demokratie ermöglichen?

Die Plattform politnetz.ch versucht seit einem Jahr genau dies zu erreichen. Sie richtet sich an BürgerInnen, PolitikerInnen und alle dazwischen. In Politnetz diskutieren BürgerInnen und PolitikerInnen auf Augenhöhe. Durch die Interaktion der Benutzer Innen entsteht ein Netz, welches die politischen Themen der Schweiz widerspiegelt sowie deren Akteure identifiziert und vernetzt.

Im Rahmen des Digitalen Salon soll diskutiert werden, welchen Einfluss diese Formen von neuen Medien und Netzen auf etablierte Politik haben. Was bedeutet Transparenz für die Politik? Welche Vorteile und Gefahren birgt eine stärkere Bürgerpolitik ermöglicht durch Internetmedien?

Gabriel Hase ist Alumni der VMK und arbeitet aktuell als Software Architekt bei Politnetz.

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 18 Uhr
Sihlquai 131, Foyer 1. Stock

Donnerstag, 18. März 2010

Deep Search: Politik des Suchens jenseits von Google

Buchpräsentation und Diskussion

Felix Stalder (Vertiefung Mediale Künste, ZHdK)
Geert Lovink (Institute of Network Cultures, Amsterdam, via live stream)

Paranoia City Buchhandlung, Mittwoch 24. März 2010, 20:30
Ankerstrasse 12, 8004 Zürich

Suchmaschinen wie Google stehen im Zentrum unseres digitalen Lebens. Hinter ihrem einfachen Interface verbirgt sich jedoch eine politische Philosophie in Form von komplexen digitalen Codes. Auf dem Spiel steht nichts weniger als die Frage, wie wir individuell und kollektiv etwas über die Welt in Erfahrung bringen werden.

Konrad Becker/Felix Stalder (Hrsg.): Deep Search. Politik des Suchens jenseits von Google, Studienverlag, 2009

Donnerstag, 14. Januar 2010

Buchveröffentlichung: Deep Search

Soeben erschienen ist Sammelband „Deep Search. Politik des Suchens jenseits von Google“ – herausgegeben von Konrad Becker und Felix Stalder (VMK-Leitung)

Aus der Einleitung

Es ist heute kaum mehr möglich, Suchmaschinen zu vermeiden. Sie sind zu unverzichtbaren Navigationsinstrumenten für die dynamische und expandierende Informationslandschaft des Internet geworden. Da das Internet weder über einen eigenen Index noch ein Katalogisierungssystem verfügt, erfüllen Suchmaschinen eine zentrale Aufgabe: digitale Information zugänglich und damit nutzbar zu machen. Es ist schwer, sich den Alltag in den Informationsgesellschaften ohne sie vorzustellen. Dieses Buch platziert Suchmaschinen am Ende einer langen Geschichte von Versuchen, Ordnung in den stets fragilen Informationsuniversen zu schaffen. Es beschäftigt sich mit zentralen sozialen und politischen Fragen, die von den Suchmaschinen der Gegenwart aufgeworfen werden, und es stellt Sichtweisen vor, die mit den von diesen Suchmaschinen etablierten Paradigmen brechen.

Bewertungen

„Suchmaschinen wie Google stehen im Zentrum unseres digitalen Lebens. Hinter ihrem einfachen Interface verbirgt sich jedoch eine politische Philosophie in Form von komplexen digitalen Codes. Auf dem Spiel steht nichts weniger als die Frage, wie wir individuell und kollektiv etwas über die Welt in Erfahrung bringen werden. „Deep Search ist die bisher weitreichendste Sammlung von Erkenntnissen und Fragen zum neuen Universalgerät, der Suchmaschine. Das Wissen über Netzwerke und die Mittel, sie zu strukturieren, haben ihren Ursprung in der Politik, der Kultur und der Gestaltung des Lebens selbst, nicht darin, was gerade technisch oder rechtlich möglich ist. Dieses Buch verlangt danach, benutzt zu werden.“

Matthew Fuller, Goldsmiths, University of London, Autor von Media Ecologies

„Diese Sammlung trifft den Kern der wichtigsten Herausforderungen in unserem globalen Informations-Ökosystem: Wird die ’sanfte Macht‘ von ein, zwei oder drei Unternehmen einen übergroßen, jedoch verborgenen Einfluss darauf haben, was wir als wichtig, schön oder wahr betrachten? Welche Möglichkeiten des Widerstandes gibt es? Welches sind die richtigen Perspektiven für Gesetzgebung, Politik und persönliche Entscheidungen? Dieses Buch führt uns durch diese schwierigen Fragen wie kein anderes vor ihm.“

Siva Vaidhyanathan, University of Virginia, Autor von The Googlization of Everything

Inhaltsverzeichnis

Konrad Becker, Felix Stalder – Einleitung

Geschichte

  • Paul Duguid – Die Suche vor grep. Eine Entwicklung von Geschlossenheit zu Offenheit?
  • Robert Darnton – Die Bibliothek im Informationszeitalter. 6000 Jahre Schrift
  • Geert Lovink – Die Gesellschaft der Suche. Fragen oder Googeln
  • Katja Mayer – Zur Soziometrik der Suchmaschinen. Ein historischer Überblick der Methodik

Grundrechte

  • Claire Lobet-Maris – Vom Vertrauen zur Spurenauswertung. Eine neue Sicht der Technikfolgenabschätzung
  • Joris van Hoboken – Suchmaschinen-Gesetzgebung und die Frage der Ausdrucksfreiheit. Eine europäische Perspektive
  • Felix Stalder, Christine Mayer – Der zweite Index. Suchmaschinen, Personalisierung und Überwachung

Macht

  • Theo Röhle – Die Demontage der Gatekeeper. Relationale Perspektiven zur Macht der Suchmaschinen
  • Bernhard Rieder – Demokratisierung der Suche? Von der Kritik zum gesellschaftlich orientierten Design
  • Matteo Pasquinelli – Googles PageRank. Diagramm des kognitiven Kapitalismus und Rentier des gemeinsamen Wissens
  • Konrad Becker – Die Macht der Klassifizierung.Abgründe des Wissens an den Klippen der Ordnung

Sichtbarkeit

  • Richard Rogers – Zur Frage der Vergoogelung. Hin zu einer unkritisierbaren Maschine?
  • Metahaven – Periphere Kräfte. Zur Relevanz von Marginalität in Netzwerken
  • Lev Manovich – Auf den Spuren der globalen digitalen Kulturen. Kulturanalytik für Anfänger

Konrad Becker/Felix Stalder (Hrsg.) Deep Search. Politik des Suchens jenseits von Google. Studienverlag, Innsbruck, Wien, Bozen, Okt. 2009, 214 S., ISBN 978-3706547949

www.studienverlag.at