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Mittwoch, 05. Oktober 2011

Temporäre Präsenzen – Freie Energien

Alexander Tuchaček (knowbotic research)

Temporäre Präsenzen – Freie Energien
Partizipativer Event und Audio-Installation

“Temporäre Präsenzen – Freie Energien” ist ein diskursives dialogisches Format, das als partizipative Aktion zur Eröffnung der Ausstellung “Unter Strom. Kunst und Elektrizität” in der Shedhalle Zürich durchgeführt und während der Ausstellung als Audioinstallation vermittelt wird. In dem Kunstprojekt geht es um eine Art der exoakademischen Wissensgenerierung, die sich aus individuellen Zweier-Gesprächen der TeilnehmerInnen ergibt. Mittels eines vom Künstler programmierten und installierten autonomen Mobilfunknetzes werden während der Eröffnung Gespräche zwischen eingeladenen TeilnehmerInnen und dem Publikum geführt. Die Eingeladenen sind Menschen aus unterschiedlichen Bereichen von Wissen und Schaffen, Denken und Tun, Argumentieren und Experimentieren zum Thema Elektrizität und freier Energie. Im Ausstellungs­raum befinden sich circa 50 vorbereitete Fragekarten wie z.B. “Vor wem verbeugt sich das Elektron?” mit entsprechenden Telefonnummern. Die privaten Zweier-Gesprächen werden aufgezeichnet und bilden so ein Archiv, das sich aus der Vielfalt der geführten Gespräche des Abends zusammensetzt.

Nach der Aktion und in der Ausstellung steht eine öffentliche Telefonnummer bereit, um sich ins Archiv einzuwählen und den Gesprächen zuzuhören. Inhalt der Gesprächschoreografie ist eine Sichtweise auf elektrischen Strom und Energie, die sich nicht in in erster Linie aus einem physikalischem Blickwinkel und einer technischen Wirkungsweise erschliesst, sondern Fragen nach Energie und Strom als etwas medial Konstruiertes stellt. Energie als vermischte Erzählung, die durch Kultur, Natur, Gesellschaft, Wissenschaft, Sehnsüchte, Wünsche und Vorstellungen erzeugt und bedingt wird. Im Projekt geht es weder um Wahrheitsfindung noch um konkrete Problemlösungen von Energiefragen, sondern um Wissensgenerierung durch Erzählungen. “Temporäre Präsenzen – Freie Energien” versucht, einen opaken Ort zu schaffen, der eine Repräsen­tation für das Unfertige, Denkbare oder nicht Beweisbare möglich macht, in dem diese Geschichten neu gesprochen, weiter erzählt und immer neuzusammengefügt werden können.

Shedhalle
Rote Fabrik
Seestrasse 395
8038 Zürich

Freitag, 7. Oktober 2011, 19 Uhr

Donnerstag, 22. April 2010

Table streaming to Ireland

David Fagan, an exchange student from Ireland, will be exhibiting his work “Table” in the exhibition “474 m2″ in Dublin, opening on the 22nd of April.

The work consists of a table, with its tabletop surface replaced by a large flat screen television. The television screen shows an image of a wooden surface, which is in fact a live video stream of another tabletop situated in a basement in Zurich.

The image you see here is the set up of the video stream facilitated by a web camera and studio lighting.

The television in the piece represents television’s encroachment into ever more private space. While it’s content, an image which completes its disguise, is representative of the ability of television news to report from the scene a story, using evermore sophisticated technology (outside broadcasts etc.), often not adding to the context of the stories it chooses to report.

Four Hundred and Seventy Four Square Metres
An Exhibition by Sculpture Students From The National College of Art and Design.

King’s Inns Street, Dublin 1.

Start Time: Thursday, April 22, 2010 at 6:00 pm
End Time: Sunday, May 2, 2010 at 6:00 pm

Donnerstag, 25. Februar 2010

Temporäre Präsenzen – Handy-Performance

Im Dock 18 wird spontan eine autonome Handy-Funkzelle aufgeschaltet. Diese ist nur temporär für einige Stunden erreichbar und verschwindet danach wieder. Über diese Basestation werden eigene Telefonnummern vergeben, die nur darüber erreichbar sind. Es werden verschiedene Leute, Studenten und andere Gäste geladen, die zu einem selbstgewählten Wissensgebiet Fragen vorbereiten haben zu denen sie in einem privaten Telefongespräch Auskunft geben.

Im Laufe der Performance läuten Telefone im Raum, Menschen sprechen miteinander, stellen sich Fragen, der Raum verdichtet sich zu einer Vielzahl von lokalen Gesprächen. Man kann teilweise mithören, mal ist es möglich einen Experten oder mal auch einem Fragenden zuzuhören. Manchmal geht die Verständlichkeit im Barbetrieb und den Hintergrundgeräuschen unter. Es lässt sich nicht eruieren, was es mit dieser Betriebsamkeit auf sich hat. Alle Gespräche werden mitgeschnitten, im Laufe der Performance werden Teile der Mittschnitte im Raum hörbar, mal verdoppeln sie sich, mal kurz mal länger springen Gesprächsmitschnitte in Raum, die Gespräche der Handy-Nutzer werden kurzfristig unterbrochen. Die Performance dauert ca. 45 min. und verschwindet ebenso wie sie begonnen hat.

Freitag, 26. Februar 2010, 29 Uhr
Dock 18 @ Rote Fabrik, Seestrasse 395, 8038 Zürich
Livestream