Semesterprojekt

Sirenia / Yves Marx, 2009

Lat. 47.38664° N

Lon. 8.533166° E

Installation im öffentlichen Raum

Erzählungen einer Sirene. Wenn kein Ort des Meeres unbekannt mehr bleibt.

Sirenen aus Homers Epos Odyssee, die im Auftrag der Göttin Hera durch ihren Gesang Odysseus und seine Gefährten von der Heimkehr nach Ithaka abhalten sollen: Als Mischwesen von Mädchen und Vogel waren die Sirenen der Gestalt nach den Harpyien ähnlich, wobei nur der Kopf menschlich war. Einer Prophezeiung zufolge hätten sie sich ins Meer stürzen und ertränken müssen, falls es einem Seemann gelänge, sie zu passieren ohne der Verlockung ihres Gesangs zu unterliegen.

Mythische Wesen symbolisieren, was sich Menschen erträumt haben um ihrer Welt Sinn zu geben. "Sirenia" ist eine performativer Akt, entstanden aus meiner Auseinandersetzung der Aufklärung und ihrem Dualismus. Sie befasst sich mit der entmythologisierenden Wirkung der wahrheitsbildenden Disziplinen der Wissenschaften.

Ende 2009 gelang es einer geführten Gruppe, in den Klangraum der Limmat zu horchen. Technische Voraussetzung dazu bildeten ein Unterwassermikrophon und ein Audioverstärker, die gemeinsam den Klang des Flusses zum Betrachter transportieren konnten.

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