Hey Philip / Hebbel am Ufer Berlin, 2014

Wo viele hinziehen, da ziehen auch immer ein paar weg. So auch von Berlin. So

auch Piet Esch. In „Hey Philip!“ trifft die Heimatstadt des gebürtigen Berliners

auf seine Wahlheimat Zürich, wobei der Blick durch sein (Berliner) Zimmer auf

erstere, das Ohr auf letztere gerichtet ist. Mit der Konfrontation von Klang und

Bild – von Zürich und Berlin – crasht ebenso der „Mikrokosmos Zimmer“ auf den

„Makrokosmos Stadt“. Dadurch werden Fragen aufgeworfen, die das Leben in der

(Groß-)Stadt, das Verhältnis von Privatem und Öffentlichem, oder unsere alltägliche

Weltwahrnehmung überhaupt betreffen. Antworten auf diese Fragen liefert

„Hey Philipp!“ nicht, das Treppensteigen lohnt sich jedoch trotzdem.

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